https://www.faz.net/-gqe-7ixcd

Japan : Fukushima-Betreiber soll aufgespalten werden

  • Aktualisiert am

Eine Panne nach der anderen: Tepco bekommt die Probleme nach der Havarie in Fukushima nicht in den Griff Bild: AP

Die Rettungsmaßnahmen nach der Katastrophe von Fukushima waren desaströs. Nun will die japanische Regierung reagieren und das Betreiberunternehmen Tepco aufspalten.

          Wegen der Defizite bei der Bewältigung der Atomkatastrophe von Fukushima will die japanische Regierung den Betreiber Tepco aufspalten. Wie die Zeitungen „Nikkei“ und „Yomiuri“ am Mittwoch berichteten, schlägt die japanische Regierungspartei LDP vor, dass die für die Stilllegung der beschädigten Reaktoren sowie für den Umgang mit verseuchtem Wasser zuständigen Bereiche des Energiekonzerns abgespalten werden sollten.

          Tepco versucht seit zweieinhalb Jahren Herr der Lage zu werden, doch die Pannenserie am havarierten Atomkraftwerk Fukushima reißt nicht ab. Anfang Oktober wurden fast täglich Probleme an dem Katastrophen-Reaktor bekannt. In dem Kraftwerk 200 Kilometer nördlich von Tokio kam es im Frühjahr 2011 nach einem Erdbeben und einem Tsunami zur schlimmsten Atomkatastrophe seit Tschernobyl im Jahr 1986. Tepco steht wegen seines Krisenmanagements seit langem heftig in der Kritik. Der Firma wird vorgeworfen, unprofessionell und zu langsam zu reagieren. Tepco wurde vergangenes Jahr mit Steuermitteln gerettet und damit bereits de facto verstaatlicht. Über die Frage, inwieweit die Regierung sich direkt in die Firma einmischen soll, wird in Japan aber kontrovers debattiert. Tepco legt am Donnerstag Zahlen vor.

          Weitere Themen

          Topmeldungen

          Der britische Justizminister David Gauke

          Wegen Johnson : Britischer Justizminister kündigt Rücktritt an

          Sollte Boris Johnson Premierminister werden, will David Gauke sein Amt niederlegen. Ein No-Deal-Brexit, wie ihn Johnson verfolge, bedeute seiner Meinung nach eine nationale „Demütigung“, die er nicht unterstützen könne.
          Feierliches Rekrutengelöbnis und Gedenken an den Widerstand gegen das NS-Regime

          Wegen Sicherheitsbedenken : Bundeswehr weist extremistische Bewerber ab

          Seit 2017 wird jeder potentielle Neusoldat durchleuchtet. Von mehr als 43.000 Bewerbern sind bisher 63 abgelehnt worden, darunter Neonazis, Islamisten und andere „Gewaltbereite“. Es gibt eine Vermutung, warum es nicht mehr sind.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.