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Jahresbilanz und Ausblick : Magere Zeiten für die Lufthansa

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Die Lufthansa hat wenig Freude mit ihren Töchtern AUA und British Midlands Bild: dapd

Die Deutsche Lufthansa rechnet nach einem niedrigeren Gewinn im vergangenen Jahr 2012 mit einem weiterhin schwierigen Geschäftsumfeld. Der Gewinn werde weiter sinken und das sei vor allem auf hohe Treibstoffkosten zurückzuführen, hieß es.

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          Die Lufthansa gibt sich wegen hoher Kerosinpreise und der unsicheren Wirtschaftsaussichten mit mauen Geschäften. 2012 dürfte ein operativer Gewinn im mittleren dreistelligen Millionen-Bereich erzielt werden, teilte die Lufthansa am Donnerstag mit. Das wäre abermals ein Rückgang, nachdem dieses Ergebnis 2011 um ein Fünftel auf 820 Millionen Euro gesunken war. Falls sich die Rahmenbedingungen auf der Kosten- und Erlösseite jedoch „sehr vorteilhaft“ entwickelten, sei es auch möglich, das Vorjahresergebnis zu übertreffen. „Das erscheint auf Basis der heutigen Parameter jedoch sehr ambitioniert“, hieß es im Geschäftsbericht.

          Die größte deutsche Fluggesellschaft war 2011 wegen des angestrebten Verkaufs der Tochter British Midland unter dem Strich sogar in die roten Zahlen gerutscht. Der Nettoverlust betrug 13 Millionen Euro. Da der Konzern damit aber auch bald einen großen Verlustbringer los sein könnte, dürfte das Konzernergebnis 2012 besser ausfallen, hieß es. In trockenen Tüchern ist der Verkauf von BMI an British Airways noch nicht - die EU-Kommission muss zustimmen.

          Die Lufthansa unternimmt viel, um dieses Jahr wieder einen Überschuss auszuweisen. So sollen 2012 die Kapazitäten im Passagiergeschäft nur noch um zwei Prozent statt der bislang angepeilten drei Prozent wachsen, erklärte das Unternehmen.

          Gleichzeitig verordnete sich die Kranich-Airline vor einem Monat ein neues Sparprogramm, mit dem das Ergebnis bis 2014 um mindestens 1,5 Milliarden Euro gesteigert werden soll. Die Lufthansa will sich damit für den harten Wettbewerb mit Billigfliegern und expansionshungrigen arabischen Airlines wie Emirates fit machen. Zudem müssen jede Menge neue Flugzeuge bezahlt werden. In den nächsten sieben Jahren erwartet der Konzern Flugzeugauslieferungen mit einem Listenpreis von 17 Milliarden Euro.
          Trotz des Nettoverlusts 2011 zahlt die Lufthansa - wie bereits bekannt - aus den Bilanzreserven eine Dividende von 25 (2010: 60) Cent. Der Umsatz kletterte 2011 um rund acht Prozent auf 28,7 Milliarden Euro.
           

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