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Jahresbericht der BIZ : Warnruf aus Basel

Die Bank für internationalen Zahlungsausgleich ist besorgt: Statt die Überschuldung abzubauen, machen es sich Regierungen und (Zombie-)Banken bequem.

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          Die Notenbanken sind an ihre Grenzen gelangt. Das ist die Ansicht der Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIZ), die als „Zentralbank der Zentralbanken“ Verantwortung für die internationale Finanzstabilität trägt. Die Baseler Institution ist besorgt, denn Staaten und Banken nutzen nicht die Zeit, die ihnen die Notenbanken mit ihrer Billiggeldpolitik gekauft haben. Statt die Überschuldung abzubauen sowie öffentliche Finanzen und Bankbilanzen wieder auf Maße zu trimmen, die das Wachstum fördern und nicht bremsen, machen es sich Regierungen und (Zombie-)Banken bequem.

          Doch die erforderlichen Korrekturen können nicht die Notenbanken vornehmen. Das müssen Staaten und Banken selbst tun. Der Warnruf aus Basel muss auch deshalb ernst genommen werden, weil die lockere Geldpolitik enorme Risiken birgt. An den Finanzmärkten können sich spekulative Blasen bilden, weil die Anleger wegen niedriger Zinsen gezwungen werden, mehr Risiken einzugehen. Ein rechtzeitiges Gegensteuern, so wie es die amerikanische Notenbank nun angedeutet hat, kann den Handlungsdruck erhöhen. Gehandelt werden muss vor der Zinswende. Danach wäre es zu spät.

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