https://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/jagdfeld-verliert-rufmord-klage-gegen-signal-induna-16748848.html

Unternehmer Jagdfeld : Adlon-Investor scheitert mit Rufmord-Klage gegen Signal Iduna

Luxushotel Adlon in Berlin. Bild: dpa

Der Investor des Berliner Luxushotels wirft dem Dortmunder Versicherungskonzern eine Rufmordkampagne vor. Nach einem langen Prozess weist ein Gericht seine Klage ab – Anno August Jagdfeld will weiterkämpfen.

          1 Min.

          Das Landgericht Dortmund hat die Klage des Immobilienunternehmers Anno August Jagdfeld gegen den Versicherungskonzern Signal Iduna abgewiesen. In dem jahrelangen Streit hatte Jagdfeld dem Versicherer rufschädigende Äußerungen im Streit um einen Immobilienfonds zur Finanzierung des Luxushotels „Adlon“ in Berlin vorgeworfen. Der Fall geht in die Berufung.

          Marcus Jung
          Redakteur in der Wirtschaft.

          Fast vier Jahre lang trafen sich beide Parteien vor Gericht. Zuletzt hatten die Richter die Beweisaufnahme ausgeweitet, und als Zeugen unter anderem einen Bereichsleiter der Signal Iduna sowie Assistentinnen von Vorstandschefs Ulrich Leitermann geladen.

          Seinen Fall verglich der „Adlon“-Neugründer wiederholt mit dem Streit zwischen dem Medienunternehmer Leo Kirch und der Deutschen Bank. In einem ersten Prozess wollte er feststellen lassen, dass die Signal Iduna ihm grundsätzlich Schadenersatz schuldet. In nachfolgenden Prozess wollte der Projektentwickler dann bis zu einer Milliarde Euro einfordern, die er als Schaden angab.

          Keinen Cent Schadenersatz

          „Das Landgericht Dortmund hat alle Vorwürfe von Herrn Jagdfeld intensiv geprüft und festgestellt, dass sie allesamt vollkommen haltlos sind“, erklärte der Sprecher von Signal Iduna. Mit dem Urteil habe das Gericht bestätigt, dass niemand aus der Signal Iduna sich je negativ zu Herrn Jagdfeld geäußert habe. Er unterstrich abermals die Linie des Konzerns: „Herr Jagdfeld wird von der Signal Iduna keinen Cent Schadenersatz bekommen.“

          Dagegen sieht das Jagdfeld-Lager die Rufmordkampagne durch einen Anwalt des Versicherers bestätigt. Die Beklagte habe versucht zu vertuschen, wo es nur gehe. Alle im Lager der Versicherung stehenden Zeugen haben sich mal nicht erinnern können, mal fehlten Unterlagen oder wurden vernichtet, heißt es in einer Erklärung vom Donnerstag.

          „Wir gehen daher zuversichtlich in die Berufung, das Urteil wird in der zweiten Instanz keinen Bestand haben“, sagte der Sprecher von Anno August Jagdfeld. Auch der Prozess von Leo Kirch gegen die Deutsche Bank, zu dem viele Parallelen bestehen würden, habe gezeigt, dass große Schadensersatzprozesse gegen große Finanzkonzerne über mehrere Instanzen gehen müssten, um am Ende erfolgreich zu sein.

          Weitere Themen

          Topmeldungen

          Darauf ein Eis am Stiel: Warren Buffett und Berkshire Hathaway haben kräftig investiert.

          Aktienmarkt : Zwischen Optimismus und Besorgnis

          Die Stimmung der Aktienprofis wird besser. Einige Großinvestoren wie Warren Buffett haben sich ohnedies nicht schrecken lassen. Viele Analysten bleiben aber skeptisch.
          Home of the Bonuszahlungen: der Sitz des RBB an der Berliner Masurenallee.

          Nur nicht für Schlesinger : RBB legt Bonuszahlungen offen

          Der RBB veröffentlicht die Bonuszahlungen für sein Spitzenpersonal. Bis dato wurde bestritten, dass es sie gibt beziehungsweise: Sie waren geheim. Die Zusatzverdiente sind beträchtlich. Und ein Name fehlt in der Gehaltsliste.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Sie können bis zu 5 Newsletter gleichzeitig auswählen Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.