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Ende der Euro-Anbindung : IWF-Chefin: Die Schweizer Notenbank hat mir nichts gesagt

  • Aktualisiert am

IWF-Chefin Lagarde: Ihr hat die Schweizer Notenbank nicht vorab gesagt, dass sie den Franken-Bindung an den Euro abschafft. Bild: AFP

Auch IWF-Chefin Christine Lagarde wurde von der Schweizer Notenbank überrascht. Sie sei vorab nicht kontaktiert worden. „Ich finde das ein wenig verwunderlich.“

          Beim Internationalen Währungsfonds (IWF) ist man erstaunt darüber, dass die Schweizerische Nationalbank (SNB) überraschend an diesem Donnerstag den Euro-Mindestkurs des Franken aufgehoben hat. „Dieser Schritt kam etwas überraschend“, sagte IWF-Chefin Christine Lagarde dem Fernsehsender CNBC. „(SNB-Chef Thomas) Jordan hat mich davor nicht kontaktiert. Ich finde das ein wenig verwunderlich.“

          Am Vormittag hatte die Notenbank der Eidgenossenschaft die Märkte und die Öffentlichkeit überrumpelt, als sie den seit mehr als drei Jahren geltenden Mindestkurs von 1,20 Franken je Euro abschaffte. Daraufhin brachen an den Finanzmärkten Turbulenzen aus, der Franken schoss gegenüber Euro und Dollar empor, die Kurse an der Börse in Zürich brachen ein.

          Sie hoffe, fügte Lagarde hinzu, Jordan habe seinen Kollegen von den anderen Zentralbanken vorher Bescheid gesagt. Den Schritt der Schweizer Notenbank kommentierte sie nicht weiter. Börsianer kritisierten, dass sich SNB noch vor wenigen Tagen zum Mindestkurs bekannt habe. Notenbankchef Jordan erwiderte, dass ein solcher Schritt nicht vorher angekündigt hätte werden können.

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