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Jahrestagung zu Ende : IWF befürchtet Überschwappen der Handelskonflikte

Kristalina Georgiewa, neue Direktorin des Internationalen Währungsfonds, spricht während einer Pressekonferenz nach der IWF-Jahrestagung. Bild: dpa

Handelskonflikte, das Privatgeld Libra und beunruhigte Unternehmen – von der IWF-Tagung geht vor allem eine Botschaft aus: Unsicherheit. Die Spitze des Fonds spricht eine deutliche Warnung aus.

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          Die neue Chefin des Internationalen Währungsfonds (IWF), Kristalina Georgiewa, befürchtet ein Überschwappen der Handelskonflikte auf noch gesunde Bereiche der Weltwirtschaft. Die Konflikte dämpften den Handel, dessen Wachstum nahezu stagnierte. Dies schwäche die Konjunktur, was wiederum Unsicherheit erzeuge und damit Investitionen verhindere. Das koste Arbeitsplätze und bedrohe den Konsum, der in Ländern wie Amerika die Konjunktur stütze.

          Manfred Schäfers

          Wirtschaftskorrespondent in Berlin.

          Winand von Petersdorff-Campen

          Wirtschaftskorrespondent in Washington.

          Georgiewa verwies auf eine Statistik des Fonds, nach der das globale Wachstum 2020 um 0,8 Prozentpunkte geringer ausfallen wird, wenn die Handelskonflikte anhalten. „Es kann keine Gewinner im Handelskrieg geben. Am Ende ist die Weltwirtschaft der größte Verlierer“, sagte der Vorsitzende des Steuerungskomitees des Fonds, der Südafrikaner Lesetja Kganyago. In dem Schluss-Kommuniqué findet sich daher das Werben für ein kraftvolles internationales Handelssystem.

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