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IW-Analyse : In welchen Berufen Sie am meisten verdienen

In vielen Berufen des Maschinenbaus lässt sich gutes Geld verdienen. Bild: dpa

Die Löhne in Deutschland unterscheiden sich deutlich: von Beruf zu Beruf, zwischen Männern und Frauen, zwischen Ost und West. Wo stehen Sie?

          4 Min.

          Geld allein macht nicht glücklich, heißt es oft. Für die Zufriedenheit mit dem eigenen Beruf spielt das Gehalt in der Regel dennoch eine wichtige Rolle – neben einigen anderen Faktoren wie der Wertschätzung für die geleistete Arbeit, einem guten Miteinander innerhalb des Teams sowie den Aufstiegs- und Weiterbildungsmöglichkeiten. In der Pflege beispielsweise wünschen sich viele Beschäftigte zwar vor allem mehr Anerkennung sowie mehr Personal, damit mehr Zeit für die Behandlung von alten und kranken Menschen bleibt, aber eben auch eine bessere Bezahlung.

          Britta Beeger
          Redakteurin in der Wirtschaft und zuständig für „Die Lounge“.

          Wie lukrativ einzelne Berufe sind, also wie hoch das Gehalt ist und auch wie gut die Beschäftigungschancen sind, hat das Institut der deutschen Wirtschaft Köln (IW) in einer interaktiven Grafik zusammengestellt. Darin kann jeder selbst ausprobieren, wie gut er mit seinem Beruf – oder Berufswunsch – im Vergleich zu anderen dasteht.

          Das funktioniert denkbar leicht: Geben Sie einfach einen Beruf in das Suchfeld ein, zum Beispiel „Rechtsanwalt“, „Hochschullehrer“ oder „Erzieher“. Sie bekommen dann den entsprechenden Punkt in der Grafik mit einigen weiteren Informationen angezeigt, darunter den mittleren Bruttolohn. Je weiter oben in der Grafik dieser Punkt liegt, desto höher ist das Lohnniveau. Je weiter rechts er liegt, desto besser sind die Beschäftigungschancen.

          Die Gehaltsdaten zeigen die monatlichen Bruttolöhne der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten mit einer Vollzeitstelle und stammen aus den Meldungen der Arbeitgeber zur Sozialversicherung. Die Bundesagentur für Arbeit sammelt diese Daten in der sogenannten Entgeltstatistik. Die IW-Forscher Alexander Burstedde und Ruth Maria Schüler verwenden die Medianlöhne, das heißt die eine Hälfte der Beschäftigten verdient mehr, die andere weniger.

          Die Beschäftigungschancen wiederum werden gemessen anhand der Zahl der Arbeitslosen je offener Stelle: Je niedriger der Wert, desto besser sind die Aussichten, weil es weniger potentielle Konkurrenten um die freien Stellen gibt. Das IW hat nach eigenen Angaben berücksichtigt, dass längst nicht alle Unternehmen ihre offenen Stellen bei den zuständigen Arbeitsagenturen melden – gerade in Bereichen mit großen Fachkräfteengpässen wie der Informatik können die Agenturen ihnen oft ohnehin nicht helfen. Die Forscher greifen daher auf Angaben des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung zurück, das ermittelt hat, welcher Anteil der offenen Stellen überhaupt gemeldet wird. Auf Grundlage dieser Informationen haben sie die Zahl der offenen Stellen hochgerechnet.

          Die Größe der Punkte für die einzelnen Berufe steht für die Beschäftigtenzahl in dem jeweiligen Beruf. So fällt gleich auf, dass viele Menschen als Erzieher, im Verkauf sowie in kaufmännischen Berufen arbeiten. Die Farbe wiederum spiegelt die typischerweise erforderliche Qualifikation: grün für klassische Ausbildungsberufe, gelb für Bachelor-Abschlüsse oder eine andere Fortbildung wie den Meisterbrief, lila für Master oder Diplom. Die blauen Punkte – alle weit links unten zu finden – stehen für Berufe, für die keine Berufsausbildung erforderlich ist, und in denen die Bezahlung entsprechend gering ist.

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