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Bürgergeld und Frührente : Warum die italienischen Wahlversprechen kein Wachstum verheißen

Im Wahlkampf haben Matteo Salvini (r) und Luigi Di Maio vollmundige Versprechungen gemacht – doch diese sind nur schwer umsetzbar. Bild: dpa

Die italienischen Vizepremiers Di Maio und Salvini versprachen im Wahlkampf ein Bürgergeld und die Rückkehr zur Frührente. Doch die Rechnung geht nicht auf – die Reformen werden die zentralen Probleme nicht lösen können.

          4 Min.

          Ungeachtet einer neuen Rhetorik über Verhandlungen mit der EU-Kommission über eine – eher kleine – Reduzierung des italienischen Haushaltsdefizits halten Italiens Koalitionspartner bisher eisern an ihren Wahlversprechen fest. Dabei gibt es immer mehr Zweifel an der Wirkungsweise und den versprochenen Wachstumseffekten.

          Tobias Piller

          Wirtschaftskorrespondent für Italien und Griechenland mit Sitz in Rom.

          Davon lassen sich die beiden Vizepremiers Luigi Di Maio und Matteo Salvini nicht beirren. Di Maios Fünf-Sterne-Bewegung will 9 Milliarden Euro für ein Bürgergeld von monatlich 780 Euro ausgeben, die vor allem bei den Wählern in Süditalien große Erwartungen erzeugen. Die rechtspopulistische Lega, geführt von Salvini, will dagegen 7 Milliarden Euro für die Rückkehr zur Frührente aufwenden und außerdem rund 1,5 Milliarden Euro für einen ersten Schritt in Richtung niedriger Einkommensteuersätze.

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