https://www.faz.net/-gqe-8zym6

Finanzpolizei : Italienische Steuerfahnder fordern Daten von Schweizer Bankkunden

  • Aktualisiert am

Die Credit Suisse am Züricher Paradeplatz Bild: Reuters

Der Schweizer Großbank Credit Suisse droht neuer Ärger aus Italien. Steuerfahnder wollen Daten über Italiener, die in der Schweiz insgesamt 6,7 Milliarden Euro angelegt haben.

          Die italienischen Steuerfahnder verlangen von den Schweizer Behörden die Herausgabe der Daten von 10.000 italienischen Bankkunden, die ein Vermögen von insgesamt 6,7 Milliarden Euro in der Schweiz haben, wie die Ermittler am Donnerstag mitteilten. Der Schritt folge auf das im vergangenen Jahr abgeschlossene Steuerverfahren der Credit Suisse in Italien. Unklar war zunächst, ob es sich bei den Bankkunden, zu denen die Italiener Informationen anfordern, nur um Credit-Suisse-Kunden handelt. Die Steuerfahndung wollte sich nicht weiter dazu äußern.

          Im Herbst vergangenen Jahres hatte die Bank erklärt, insgesamt knapp 110 Millionen Euro an Buße und Steuern zu bezahlen, um ein Verfahren der italienischen Behörden zum grenzüberschreitenden Vermögensverwaltungsgeschäft abzuschließen.

          Zu dem neuerlichen Vorstoß aus Italien erklärte die Bank, sie sehe das Verfahren der dortigen Behörden zu den grenzüberschreitenden Aktivitäten der Bank als abgeschlossen an. Die Schweizer Steuerverwaltung wollte sich dazu nicht äußern.

          Weitere Themen

          Als die Grenze fiel Video-Seite öffnen

          August 1989 : Als die Grenze fiel

          Die Welt hat lange stillgestanden an der ungarisch-österreichischen Grenze. Bis zum 19. August 1989. Dann, vor 30 Jahren, platzte zwischen Fertörákos und Mörbisch eine Nahtstelle des Eisernen Vorhangs – mit weitreichenden Folgen für die Region und ganz Europa.

          Topmeldungen

          Ich und das Klima : Du sollst verzichten

          Die Deutschen müssen ihr Leben ändern, sagen die einen. Was die Deutschen machen, ist der Welt egal, behaupten die anderen. Was kann der Einzelne wirklich bewirken?

          Umstrittener Backstop : Was will Boris Johnson?

          In einem Brief an EU-Ratspräsident Donald Tusk kritisiert der britische Premierminister die „Backstop“-Regelung zur irischen Grenze und schlägt „alternative Vereinbarungen“ vor. Er stößt jedoch auf wenig Gegenliebe.

          Seenotrettung : Kein sicherer Hafen

          Der Frankfurter Oberbürgermeister will, dass sich die Stadt bereit erklärt, aus Seenot gerettete Flüchtlinge grundsätzlich aufzunehmen. Doch die schwarz-rot-grüne Koalition ist sich nicht einig.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.