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Standpunkt : Rom sollte Italiener zur Solidarität verpflichten

  • -Aktualisiert am

Blick auf eine Kirche und Berge in Bozen, Südtirol. Die Stadt liegt in einer der wohlhabenderen Regionen Italiens. Bild: Picture-Alliance

Eine Zwangsanleihe für einen nationalen Schuldenfonds statt europäischer Risikoteilung: So könnte Italien Schulden abbauen – ohne von der EU abgesichert werden zu müssen.

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          Die Staatsschulden Italiens sind außerordentlich hoch und betragen mehr als 130 Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP). Kommen Zweifel auf, dass die Schulden bedient werden, steigen die Risikoprämien zügig an. Das belastet wiederum die Staatsfinanzen. Das italienische Bankensystem hält umfangreiche Bestände an den Staatsanleihen und ist ebenfalls negativ betroffen. Die gesamte Unsicherheit belastet letztendlich die wirtschaftliche Entwicklung des Landes und bedroht die Finanzstabilität.

          Zuletzt sind die Risikoprämien auf italienische Staatsanleihen wieder deutlich angestiegen. Der Auslöser dafür war kein exogener Schock, sondern hausgemacht. Die italienische Regierung hatte angekündigt, den fiskalischen Kurs zu lockern. Sie rückte damit davon ab, die Schuldenquote zu senken und die europäischen Fiskalregeln einzuhalten.

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