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Wiederaufbau-Geld aus Brüssel : Italien braucht eine viel bessere Infrastruktur

  • -Aktualisiert am

Straßenszene in Rom Bild: EPA

Italien muss mit den vielen Milliarden aus Brüssel wirklich Neues schaffen. Es braucht jede Menge Infrastruktur und eine weitsichtige Regionalplanung. Die EU sollte die Italiener damit nicht alleinlassen.

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          Keinen einzigen Euro aus den Geldern des europäischen Aufbaufonds werde Italien verschwenden, verspricht Italiens Ministerpräsident Giuseppe Conte. Er warnt gar selbst davor, die europäischen Gelder in vielen kleinen Routineausgaben zu verkleckern und verschwenden. Italien soll mit 209 Milliarden Euro gut 28 Prozent des neuen europäischen Fonds erhalten. Der große Betrag ist ein vielleicht letzter Versuch, eine Italien-Krise abzuwenden, ausgelöst durch wachsende Schulden bei schon lange stagnierender Wirtschaftsleistung. Ließe sich mit dem Geld neue Dynamik entfachen, könnte Italien mit seinem immensen Potential für Luxusartikel, hochwertige Nahrungsmittel und Tourismus einen großen Beitrag zu Europas Wachstum leisten. Das ließe hoffen, dass in der EU auch der Ballast römischer Blockadepolitik entfällt.

          Von einer solch gewinnbringenden Nutzung des Aufbaufonds und anderer Instrumente der EU ist Italien leider noch weit entfernt. Bisher wird geredet, die Regierung erhielt diffuse Ausgabewünsche für 700 Milliarden Euro. Die Vorlage eines detaillierten Plans hat Conte, wohl aus Taktik, auf Januar 2021 verschoben.

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