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IT : Sun und Intel bleiben in der Spur

  • Aktualisiert am

Intels Prognose enttäuschte die Investoren Bild: dpa-Bildfunk

Vermeintliches Rätsel: Intel bekräftigt die Prognose und wird abgestraft, Server-Hersteller Sun macht nichts anderes und die Aktie legt zu.

          Die Statements beider Technologiekonzerne waren mit Spannung erwartet worden. Doch was der weltgrößte Chipproduzent Intel sowie Serverhersteller Sun Microsystems dann berichteten, konnte nur zum Teil überraschen.

          Intel enttäuschte gar die Investoren, obwohl die vorangegegangene Prognose nochmal bekräftigt wurde. Insgeheim hatten sich einige Anleger wohl ein bisschen mehr erhofft, denn der Intel-Kurs gab nachbörslich sowie im europäischen Handel leicht nach. „Die Bullen hatten auf mehr gehofft“, sagte ein Analyst.

          Schwaches Kommunikationsgeschäft

          Intel rechnet weiter mit einem ein- bis fünfprozentigen Rückgang der Einnahmen im Vergleich zum Vorquartal. Erwartet wird im ersten Vierteljahr ein Umsatz zwischen 6,6 und 6,9 Milliarden Dollar. Zuvor hatte Intel eine etwas weitere Spanne von 6,4 bis 7,0 Milliarden Dollar in Aussicht gestellt. Analysten rechnen im Schnitt mit einen Erlös von 6,77 Milliarden Dollar und einem Gewinn je Aktie von 12 bis 16 Cent pro Aktie.

          Die Bruttomarge erwartet Intel im Rahmen früherer Prognosen bei etwa 50 Prozent des Umsatzes. Die Auslieferungen von Mikroprozessoren verliefen entsprechend des üblichen saisonalen Musters, hieß es von Intel weiter. Das Kommunikationsgeschäft entwickle sich aber weiter schwach. „Ansonsten bleiben alle Prognosen unverändert", teilte der Konzern mit.

          Umsätzzuwächse bei Sun erwartet

          Obwohl auch Sun Microsystems letztlich nur die vorangegangene Prognose bekräftigte, wurde die Mitteilung des Server-Herstellers zumindest an der Börse wohlwollender aufgenommen - die Aktien stiegen nachbörslich um rund drei Prozent. Dabei wiederholte Sun lediglich, dass im dritten Quartal die Umsätze leicht zu nehmen werden gegenüber den 3,11 Milliarden Dollar des vorherigen Quartals.

          Finanzchef Mike Lehman bestätigte weiterhin die Prognose, dass im vierten Quartal der Gewinn vor Sonderposten zunehmen werde. „Wir müssen unsere Ziele nicht ändern.“ Über eventuelle Gewinne in diesem Quartal gab das Unternehmen keine Auskunft. Sun musste in den letzten drei Quartalen Verluste hinnehmen. Daher wurde es von Investoren und Analysten mit Erleichterung aufgenommen, dass der Konzern zumindest nicht den Rückwärtsgang einschlug.

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