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Investmentbanken : Zocker oder Könner?

2007 hat Goldman Sachs einen Rekordgewinn geschafft, obwohl fast alle anderen Wettbewerber wegen der Immobilienkrise unter die Räder gekommen sind. Darin kommt Weitsicht zum Ausdruck. Trotzdem bleibt wahr, dass der Eigenhandel ein hochriskantes Geschäft ist.

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          Der traditionelle Ruf von Investmentbanken wie Goldman Sachs hat mit der Wirklichkeit nur wenig zu tun: Man denkt bei diesen Unternehmen an feine Banker, die bei großen Fusionen im Hintergrund die Fäden ziehen.

          Tatsächlich stehen aber zunehmend gut oder schlecht kalkulierende Spieler im Vordergrund, die mit dem Kapital der Banken auf den Finanzmärkten Geschäfte machen, die durchaus riskant sind, und auf satte Gewinne hoffen.

          Weitsicht und Glück

          Das gilt zum Beispiel für Goldman Sachs, wo dieser Eigenhandel für weit mehr als die Hälfte der Einnahmen steht. Und 2007 ist Goldman Sachs der Geniestreich gelungen: Das Unternehmen hat einen Rekordgewinn geschafft, obwohl fast alle anderen Wettbewerber wegen der Immobilienkrise unter die Räder gekommen sind.

          Goldman hat die Schieflage der Hypothekenmärkte frühzeitig erkannt, entsprechende Wetten abgeschlossen und damit viel Geld verdient. Darin kommt Weitsicht zum Ausdruck, aber daneben hatte die Investmentbank auch Glück. Goldman Sachs hat nun Jahr für Jahr seine Gewinne zu unterschiedlichsten Marktbedingungen gesteigert und verdient dafür höchste Anerkennung. Aber es bleibt auch wahr, dass der Eigenhandel ein hochriskantes Geschäft ist.

          Roland Lindner

          Wirtschaftskorrespondent in New York.

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