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Investitionsruine : Spanischer Geister-Flughafen wird für 10.000 Euro – nicht verkauft

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Der Flughafen von Ciudad Real liegt rund 200 Kilometer südlich von Madrid: Vor Jahren wurde der Betrieb eingestellt. Bild: dpa

Der Flughafen Ciudad Real ist ein Symbol der spanischen Immobilienkrise. Einst wurde er für 450 Millionen Euro gebaut, doch seit Jahren landet hier kein Flugzeug mehr.

          Tzaneen International, eine Gruppe asiatischer und britischer Investoren, hat den Flughafen von Ciudad Real für eine Summe von 10.000 Euro ersteigert. Der Bau der Anlage hatte 450 Millionen Euro gekostet. Wie die Nachrichtenagentur Efe am Freitag berichtete, war die chinesische Gruppe bei der Versteigerung der einzige Bieter. Ein Gericht lehnte die Offerte der Investoren-Gruppe jedoch als zu niedrig ab.

          Der Flughafen war als erster in Spanien mit privatem Kapital finanziert und 2008 eröffnet worden. Ursprünglich wurde damit gerechnet, dass der Flughafen zu einem größeren Umschlagplatz für Fracht wird - insbesondere auch für verderbliche Lebensmittel aus Spanien. Zudem sollte er den Flughafen in Madrid in Stoßzeiten entlasten. Im Jahr 2010 flog auch kurzzeitig die irische Billigfluggesellschaft Ryanair den Flughafen an. Doch es lohnte sich nicht. Im selben Jahr wurde ein Insolvenzverfahren eingeleitet.

          Im April 2012 musste der Betrieb auf dem Flughafen, der auf eine Kapazität von zwei Millionen Passagieren im Jahr angelegt worden war, eingestellt werden. Seither scheiterten mehrere Versuche, die Anlage zu versteigern.

          Ein Stop-Schild warnt Autofahrer bei der Ausfahrt vom Flughafen. Aber üblicherweise fährt hier niemand. Bilderstrecke

          Das Käufer-Unternehmen kündigte nach Medienberichten an, Investitionen von 60 bis 100 Millionen Euro vorzunehmen. Mehrere Firmen in China seien daran interessiert, den Flughafen zu einem wichtigen Umschlagsplatz für ihre Exporte nach Europa zu machen.

          Dieser Artikel war zeitweise fälschlich überschrieben mit „Spanischer Geister-Flughafen wird für 10.000 Euro verkauft“. Richtig ist: 10.000 Euro war das Höchstgebot - aber das Gericht hat das Angebot trotzdem als zu niedrig abgelehnt. Danke für die Hinweise.

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