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Rund 400 Beschäftigte des Bundesfinanzministeriums bilden die schwarze Null. Bild: EPA

Ende der schwarzen Null? : Das Deutschland-Problem

Um die Weltwirtschaft anzukurbeln, soll der deutsche Staat mehr investieren, heißt es allerorts. Das könnte nun Realität werden – aber aus anderen Gründen.

          7 Min.

          Gerät die Weltwirtschaft ins Wanken? Rund um den Globus verlangsamt sich das Wachstumstempo, in den Vereinigten Staaten, in China, in Europa. Die Sorgen nehmen zu, Politiker, Anleger und hochdekorierte Ökonomen warnen, jeder auf seine Weise. Amerikas Präsident Donald Trump drangsaliert mit erhöhter Frequenz Notenbankchef Jerome Powell und fragt öffentlich, ob Powell oder Chinas Parteiführer Xi Jinping der größte „Feind“ ist. Fachleute in Amerika äußern sich zwar meist differenzierter. Aber auch sie folgen der durchaus eingespielten Gepflogenheit, in solchen Dingen international nach einem Schuldigen zu suchen – und ihn in der Regel zu finden.

          Alexander Armbruster

          Verantwortlicher Redakteur für Wirtschaft Online.

          Winand von Petersdorff-Campen

          Wirtschaftskorrespondent in Washington.

          Tobias Piller

          Wirtschaftskorrespondent für Italien und Griechenland mit Sitz in Rom.

          Christian Schubert

          Wirtschaftskorrespondent in Paris.

          „Die Welt hat ein Deutschland-Problem“, überschrieb Wirtschaftsnobelpreisträger Paul Krugman gerade einen Meinungsbeitrag in der „New York Times“, und die Anklage in der Unterzeile hatte es in sich: „Die Schulden-Besessenheit, die die Wirtschaft aufaß.“ Im Kern fordert Krugman, dass der deutsche Staat mehr Geld ausgibt, gerne auch mehr als er einnimmt. Die Meinung eines akademischen Exoten? Im Gegenteil.

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