https://www.faz.net/-gqe-a0lrs

Jens Weidmann, Präsident der Bundesbank Bild: Frank Röth

Bundesbank-Präsident Weidmann : „Der Tiefpunkt dürfte hinter uns liegen“

Bundesbank-Präsident Jens Weidmann spricht über den Kampf gegen die Corona-Krise, prognostiziert dauerhaft niedrige Zinsen und warnt vor steigenden Preisen im nächsten Jahr.

          12 Min.

          Herr Weidmann, wie schlimm wird die Krise? Wann ist das Gröbste überstanden?

          Patrick Bernau

          Verantwortlicher Redakteur für Wirtschaft und „Geld & Mehr“ der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.

          Gerald Braunberger
          Georg Meck

          Verantwortlicher Redakteur für Wirtschaft und „Geld & Mehr“ der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.

          Wir haben in den vergangenen Monaten den schärfsten Wirtschaftseinbruch in der Geschichte der Bundesrepublik erlebt. Im zweiten Quartal ist die Wirtschaftsleistung sicher noch erheblich stärker gesunken als im ersten. Die gute Nachricht ist: Der Tiefpunkt dürfte mittlerweile hinter uns liegen, und es geht wieder aufwärts. Auf den scharfen Einbruch folgt aber nur eine vergleichsweise allmähliche Erholung.

          Die Rettungspolitik wirkt also? Hat die Politik das Richtige getan?

          Ja. Die Politik hat in einem schwierigen Umfeld schnell und beherzt reagiert, um Unternehmen und Beschäftigte zu schützen. Das war richtig. Mit den jüngsten Beschlüssen schiebt die Bundesregierung die Konjunktur nun kräftig an. Das sollte auch Zuversicht geben: den Verbrauchern zum Konsumieren, den Firmen zum Investieren. Es ist wichtig, dass sich die Probleme nicht zu stark in die Wirtschaft hineinfressen. Dafür wurde einiges getan.

          Testen Sie unsere Angebote.
          Jetzt weiterlesen

          Testen Sie unsere Angebote.
          F.A.Z. PLUS:

            FAZ.NET komplett

          F.A.Z. PLUS:

            im F.A.Z. Digitalpaket

          : Aktion

          Diese und viele weitere Artikel lesen Sie mit F+

          Auf dem Stuhl: William Kemmlers Elektrokution als Stich

          130 Jahre elektrischer Stuhl : „Um Himmels Willen, bringt ihn um“

          Die erste Hinrichtung auf einem elektrischen Stuhl vor 130 Jahren in New York ging gründlich schief. Auf dem Stuhl saß ein Mann, dessen Eltern aus Deutschland in die Vereinigten Staaten eingewandert waren.
          Der türkische Präsident mit seiner Ehefrau Emine in der Hagia Sophia

          Zukunft der Türkei : Kommt jetzt das Kalifat?

          Versperrte Wege: Wofür die Türkei dem Westen nicht mehr zur Verfügung steht und wohin sie unter dem „neuen Sultan“ treibt. Ein Gastbeitrag.