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Internet : T-Online trotz Verlusten auf richtigem Weg

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Hoffnung trotz Verlusten Bild: dpa

Trotz steigender Umsätze schreibt der Internet Serviceprovider weiter rote Zahlen. Analysten sind dennoch zufrieden.

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          Der Internet-Portal-Anbieter T-Online ist im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2001 bei steigenden Umsätzen tief in die Verlustzone gerutscht.

          Der Umsatz sei auf 280,2 Millionen Euro von 173,8 Millionen Euro im vergleichbaren Vorjahreszeitraum gestiegen, teilte das am Neuen Markt gelistete Unternehmen in einer Pflichtveröffentlichung mit. Analysten hatten mit 230 bis 270 Millionen Euro gerechnet.

          Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) belaufe sich auf minus 66,4 Millionen Euro nach plus 5,8 Millionen Euro in der Vergleichsperiode. Analysten hatten für das erste Quartal im Durchschnitt ein Ebitda von minus 75,85 Millionen Euro erwartet. Zweidrittel der Verluste erwirtschaften die Auslandstöchter von T-Online. Problematisch bleiben auch die Flatrate-Verträge vieler Kunden, die verlustbringend sind und erst zum Ende des Jahres auslaufen.

          „Obwohl die Werbeeinnahmen zurückgegangen sind, konnte der Konzern seinen Umsatz steigern. Das deutet darauf hin, dass T-Online keine Marktanteile verliert“, so Ralf Hallmann, Analyst der Bankgesellschaft Berlin. „Das Zugangsgeschäft konnte im aktuellen Quartalsvergleich um 44 Prozent zulegen - zuletzt waren es von Quartal zu Quartal immer nur rund 15 Prozent“, ist Hallmann mit dem Ergbnis zufrieden.

          Das Zugangsgeschäft macht mit 241 Millionen Euro immer das Gros des Umsatzes aus. Der neue T-Online-Chef Holtrop will mittelfristig durch Contentangebote die Umsatzsstruktur verbreitern. Zuletzt hatte T-Online Kooperationen mit dem ZDF und der Bild-Zeitung bekannt gegeben. Es wird allerdings einige Zeit dauern, bis die neue Geschäftsschiene in der Bilanz Spuren hinterläßt.

          „Mit den neuen Contentangeboten wird T-Online mehr Page impressions haben, und dadurch kann man die Preise für Werbebanner erhöhen. Da sollten wir im dritten Quartal die ersten Effekte sehen“, so Michelle Lang, Analystin beim Bankhaus Oppenheim. Sie stuft die Aktie mit „neutral“ ein bei einem Kursziel von 15 Euro. Lang rechnet erst im Jahr 2003 mit einem ausgeglichenen Ebitda-Ergebnis bei T-Online. In den nächsten Quartalen erwartet die Analystin einen Zuwachs bei den Werbeeinnahmen.

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