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Internet : Saudischer Prinz investiert in Twitter

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Prinz Alwaleed gilt als reichster arabischer Geschäftsmann Bild: dapd

Der saudiarabische Milliardär Alwaleed bin Talal hat einen Anteil im Wert von 300 Millionen Dollar beim Kurznachrichtendienst Twitter erworben. Damit baut der Neffe des saudischen Königs seine Beteiligungen in der Medienbranche weiter aus.

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          Der saudische Prinz Alwaleed bin Talal steigt über seine Investmentgesellschaft mit 300 Millionen Dollar beim Kurznachrichtendienst Twitter ein. Unter Berücksichtung der jüngsten Daten von Analysten zum aktuellen Wert von Twitter in Höhe von acht Milliarden Dollar entspricht diese Beteiligung knapp 3,8 Prozent.

          Damit baut der umtriebige Prinz sein Standbein in der Medienbranche aus. Der Neffe des saudischen Königs hält bereits sieben Prozent an News Corp und plant die Gründung eines eigenen Kabelsenders. Das persönliche Vermögen von Alwalid schätzte das „Forbes“-Magazin im März auf fast 20 Milliarden Dollar. Damit landet der Prinz auf Platz 26 der Milliardärsliste. Dem Magazin Arabian Business zufolge ist der Prinz in diesem Jahr der reichste arabischer Geschäftsmann.

          Nach mehrmonatigen Verhandlungen habe sich die Investmentgesellschaft Kingdom Holding auf ein „strategisches” Investment bei dem Dienstleister mit rund 100 Millionen Nutzern verständigt, hieß es in einer Mitteilung am Montag.

          Kingdom Holding mit Sitz in Riad wird vom Prinzen Alwaleed kontrolliert, der ein Neffe des saudischen Königs Abdullah ist. An der saudischen Börse legte die Notierung der Holding nach der Nachricht um 8,3 Prozent zu. Die Holding ist auch an anderen amerikanischen Großunternehmen beteiligt, darunter am Computerhersteller Apple und der Bank Citigroup.

          Twitter mit Sitz in San Francisco erlaubt Nutzern das Versenden von Kurznachrichten mit bis zu 140 Anschlägen. Derzeit arbeitet das Unternehmen an der Erweiterung des Angebots, um mehr Nutzer zu gewinnen und für Werbekunden interessanter zu werden. Twitter gehört neben Facebook und Zynga zu den beliebtesten Diensten im sozialen Netz. Investoren warten gespannt auf einen Börsengang. Im September hatte Twitter jedoch erklärt, es nicht eilig zu haben.
           

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