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Internet : Microsoft nimmt Google ins Visier

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Der amerikanische Softwarekonzern Microsoft erwägt den Start einer eigenen Internet-Suchmaschine und nimmt damit vor allem den Marktführer Google ins Visier.

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          Der amerikanische Softwarekonzern Microsoft erwägt den Start einer eigenen Internet-Suchmaschine und nimmt damit vor allem den Marktführer Google ins Visier.

          „Wir sehen Google mehr und mehr als Konkurrenten", sagte am Mittwoch der Chef des Microsoft-eigenen Internetportals MSN, Bob Visse. „Wir glauben, dass wir Kunden ein besseres und benutzerfreundlicheres Produkt bieten können. Das ist etwas, an dem wir gegenwärtig aktiv arbeiten.“

          Visses Angaben zufolge hat Microsoft - der größte Softwareproduzent der Welt - bereits erhebliche Investitionen in die Entwicklung einer eigenen Suchmaschine gesteckt. An den amerikanischen Börsen legte der Kurs der Microsoft-Aktie nach der Ankündigung bis zum Handelsschluss 5,6 Prozent zu. Dagegen fielen die Titel der amerikanischen Suchmaschine Overture um 11,4 Prozent auf den tiefsten Stand seit einem Jahr. Google ist nicht an der Börse notiert.

          Microsofts wäre mit MSN nicht der erste Betreiber eines Web-Portals, der in das Segment der Suchmaschinen vorstößt. Erst im vergangenen Monat hatte das Internet-Unternehmen Yahoo! für 235 Millionen Dollar (knapp 217 Millionen Euro) den Suchmaschinen-Betreiber Inktomi gekauft.

          Die bislang weltweit unangefochtene Nummer eins unter den Suchmaschinen ist Google. Dessen Marke ist inzwischen so bekannt, dass das Wort „googeln“ zum Synonym für die Suche von Inhalten im Web geworden ist. Nach Angaben des 1998 gegründeten Unternehmens sind über Google rund drei Milliarden Internetseiten erreichbar. Pro Tag beantworte die Suchmaschine mehr als 200 Millionen Anfragen. Bei der Firma war zunächst niemand für eine Stellungnahme zu den Microsoft-Plänen erreichbar.

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