https://www.faz.net/-gqe-8xc0e

Berlin : Google muss Pläne für Start-up-Campus in Kreuzberg nachbessern

  • -Aktualisiert am

Google will sich in Berlin besser mit der Start-up-Szene vernetzen. Bild: dpa

Google will in Berlin-Kreuzberg einen Kreativ-Treff für Gründer und Start-ups einrichten. Nun hieß es, das Bauamt des Bezirks habe den Bauantrag des Internetkonzerns abgelehnt. Doch das stimmt so nicht.

          Ende des Jahres soll im Berliner Bezirk Kreuzberg ein neuer Google-Campus eröffnen, eine Art Kreativ-Treff für Gründer und Start-ups. Unter anderem in Tel Aviv, London und Warschau gibt es solche Projekte des Internetgiganten schon, während Google in Berlin bislang vor allem über sein Engagement beim Start-up-Projekt Factory mit der Gründerszene verbunden ist.

          Da Protest in Kreuzberg aber zur DNA des Bezirks gehört, regt sich auch gegen dieses Projekt Widerstand. Anwohner fürchten offenbar, dass es künftig noch hipper werden könnte im Kiez – und damit noch teurer. In jenen Kreisen, in denen schon zum „informellen und selbst-organisierten Kampf“ gegen Google aufgerufen wurde, gab es naturgemäß ein großes Hallo, als vor wenigen Tagen die Nachricht die Runde machte, das Bauamt des Bezirks habe den Bauantrag des Internetkonzerns abgelehnt.

          Am Ende höchstens zehn Google-Mitarbeiter

          Ganz so spektakulär aber ist es nicht. Der Bauantrag für die Umbauten im ehemaligen Umspannwerk an der Oh­lauer Straße muss lediglich überarbeitet werden. Sie hätten ihre Pläne vorgelegt, nun seien vom Bauamt des Bezirks an einigen Stellen Nachbesserungen gefordert worden, sagte Google-Sprecher Ralf Bremer am Freitag. Das sei ein normaler Vorgang. Deshalb sei man von anderslautenden Berichte überrascht gewesen. Aus heutiger Sicht sei dadurch das Ziel, den Campus Ende diesen Jahres zu eröffnen, nicht gefährdet.  

          Bilderstrecke

          „Wir freuen uns weiterhin auf den Campus Berlin im Umspannwerk“, sagte Bremer. Wie bei jedem Umbau historischer Gebäude stellten sich Aufgaben, die sie nun gemeinsam mit den Behörden lösen würden. Man arbeite eng mit der Stadt zusammen, „um die historischen Merkmale des Gebäudes nicht nur zu bewahren, sondern im Sinne des Projekts und der Umgebung hervorzuheben“.

          „An der grundsätzlich positiven Einstellung zum Projekt seitens der Stadt haben wir keinen Zweifel“, fügte er hinzu. Der Regierende Bürgermeister Michael Müller (SPD) sei beim Projektstart dabei gewesen; auch aus der Berliner Gründerszene seien die Rückmeldungen positiv. Bremer betonte, dass es sich bei dem Campus nicht um ein Google-Büro handele, sondern um eine Begegnungsstätte für Start-ups, etwa für Workshops. Am Ende würden dort höchstens zehn Google-Mitarbeiter sitzen.

          Weitere Themen

          Wie teuer wird es für mich?

          Klimapaket : Wie teuer wird es für mich?

          Das Klimapaket der Bundesregierung kostet manche Leute Geld, anderen bringt es eine Ersparnis. Wir haben einige Fälle durchgerechnet. In manchen Fällen können Pendler zum Beispiel sogar Geld sparen.

          Topmeldungen

          Zur Arbeit auf dem Pedelc – das schon die Umwelt und langfristig die Geldbörse.

          Klimapaket : Wie teuer wird es für mich?

          Das Klimapaket der Bundesregierung kostet manche Leute Geld, anderen bringt es eine Ersparnis. Wir haben einige Fälle durchgerechnet. In manchen Fällen können Pendler zum Beispiel sogar Geld sparen.
          Ashton Applewhite

          Altersdiskriminierung : „Man kann nicht jung bleiben“

          Die Amerikanerin Ashton Applewhite kämpft gegen eine Form der Diskriminierung, über die kaum jemand spricht, obwohl sie jeden irgendwann treffen wird. Ein Gespräch über Altersdiskriminierung.

          Boris Johnsons Wahlkreis : „Der beste Premierminister seit Churchill“

          Boris Johnson gerät wegen der Suspendierung des Parlaments immer stärker unter Druck. Seine Anhänger wollen davon jedoch nichts wissen und stehen weiter hinter ihm. Doch wie lange noch? Beobachtungen aus dem Wahlkreis des Premierministers.
          Karl-Ludwig Kley steht dem Aufsichtsrat von Eon und der Deutschen Lufthansa vor und führte zwölf Jahre lang den Chemiekonzern Merck.

          Energiewirtschaft : „AfD und Linke sind nicht wählbar“

          Deutschlands mächtigster Aufsichtsrat teilt aus: Karl-Ludwig Kley spricht über den Moralüberschuss in der politischen Debatte, gierige Manager, das Chaos mit der Energiewende – und seine schwachen Leistungen als Schüler.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.