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Internationale Tourismus-Börse : In ein paar Stunden um die Welt

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Flagge zeigen für die Reiseländer der Welt: Internationale Tourismus-Börse Bild: dpa

Kataloge und Eindrücke sammeln, kulinarische Spezialitäten schnuppern und probieren, Fachleute fragen und die eigene Reiselust ausleben - das bietet die weltgrößte Touristikmesse der Welt in Berlin.

          Von Syrien bis zur Südsee ist es nur ein Katzensprung - zumindest in Berlin. Beide Reiseziele stellen sich vom 16. bis 20. März auf der Internationalen Tourismus-Börse (ITB) in derselben Messehalle vor, China und Südafrika sind auch nur ein paar hundert Schritte entfernt. Fünf Tage lang wird auf dem Messegelände unter dem Funkturm eine Weltreise innerhalb weniger Stunden möglich: Mehr als 9.000 Aussteller aus rund 180 Ländern präsentieren sich dem Fachpublikum und den „Otto-Normal-Touristen“.

          Trotz der gesunkenen Reiselust, die fast überall nach den Terroranschlägen in den USA am 11. September 2001 zu spüren war, werben auf der größten Reisemesse der Welt die Länder offensiv um Touristen. Zwar fehlen manche Länder in diesem Jahr auf der ITB, darunter Bangladesch, die Salomonen, Amerikanisch-Samoa, Niger, Sierra Leone und Liechtenstein. Andere Staaten, die im Vorjahr nicht dabei waren, kehren dagegen zurück, darunter Laos, Mosambik und die US-Jungferninseln.

          Folklore, Futter und Fachbesucher

          Gebeutelt von einem massiven Besucherschwund öffnen sich die USA auf der ITB symbolisch dem Publikum. Wo bisher hinter Trennwänden business as usual galt, beherrschen diesmal offene Fläche mit Showprogramm das Bild. Auch andere Länder setzen verstärkt auf Folklore - so wird Australien versuchen, mit Didgeridoo-Klängen und Aborigines-Tänzen die Aufmerksamkeit der Messebesucher einzufangen. Gewinnspiele und kulinarische Kostproben gehören an zahlreichen Ständen zum Programm.

          Vielen Nicht-Fachbesuchern mag es angesichts des verwirrenden, alle Sinne ansprechenden Angebots gar nicht auffallen, dass in diesem Jahr große Reiseunternehmen wie Thomas Cook (Neckermann, Terramar), die Rewe-Touristik (ITS, Dertour, Meiers Weltreisen, Jahn) sowie FTI und die Lufthansa keinen ITB-Messestand haben. Doch die meisten Touristen interessieren sich ohnehin mehr für Reiseziele als für Touristik-Unternehmen. Deren Produkte sind in jedem Reisebüro erhältlich.

          Fragen erlaubt, verkaufen nicht

          Fragen ist erlaubt, verkaufen allerdings nicht. Weder Fremdenverkehrsämter noch Veranstalter dürfen auf der ITB mit dem Publikum ins Geschäft kommen, sagt Sybille Jeschonek, Marketingleiterin von Veranstalter Alltours in Duisburg. Wem die ITB eine Entscheidungshilfe bei der Frage war, ob die Reise nach Syrien oder lieber in die Südsee gehen soll, kommt also an einem Reisebürobesuch oder einer späteren Buchung per Internet oder Veranstalter-Hotline weiterhin nicht vorbei.

          Einen Schwerpunkt bilden Anbieter von besonders umwelt- und sozialverträglichen Ferien, die in einer Halle zusammen rücken. Wohin sich solche Zusammenschlüsse entwickeln können, zeigt das Beispiel des Marktsegments „Kultur-Tourismus“, das im Jahr 2001 mit 120 Anbietern seine Premiere hatte - diesmal werden es 300 sein.

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