Integration :
Wie Deutschland bei Deutschkursen für Flüchtlinge versagt

Lesezeit: 8 Min.
Eine Teilnehmerin arbeiten in einem Lehrbuch während ihres Sprachkurses.
Viele Flüchtlinge scheitern am Sprachkurs. Das ist nicht ihre Schuld. Bevor der Sprachkurs überhaupt losgeht, gibt es bereits viele Probleme.

Die Sprache lernen und wieder einen gut bezahlten Job finden – so hatte sich Tiam Esfahani seinen beruflichen Werdegang in Deutschland vorgestellt. Der 36-jährige Iraner floh vor drei Jahren nach Deutschland, in seiner Heimat hatte er im Vertrieb eines großen Chemieunternehmens gearbeitet. In einer hessischen Großstadt besuchte er einen Deutschkurs für das Sprachniveau B1. Esfahani, der eigentlich anders heißt, hatte Glück, denn noch während des Kurses fand er einen Job in einem Restaurant. Doch es gab ein Problem: Seine Vollzeitbeschäftigung überschnitt sich zeitlich mit dem Unterricht in der Sprachschule. Er musste sich entscheiden zwischen Arbeit und Sprachkurs.

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