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Konzerne und Kleinbetriebe : Wie lange halten die Unternehmen durch?

Bild: Illustration Christina Baeriswyl

Ein paar Wochen Corona konnten die deutschen Betriebe verkraften. Doch jetzt zeigt sich, dass die Krise noch Monate dauern wird. Die Gefahr von Pleiten und Entlassungen wächst – von der Frittenbude bis zur Fluggesellschaft.

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          Langsam wird das Geld knapp, so erzählt es James Ardinast. Er ist Gastronom, allerdings kein kleiner: Vier Restaurants und Bars hat er zusammen mit seinem Bruder in Frankfurt, zum Beispiel ein israelisches Restaurant im hippen „25 Hours“-Hotel, dazu eine Veranstaltungsagentur, 120 Mitarbeiter sind das insgesamt. Sein Unternehmen kippt nicht beim ersten Windhauch um. Doch wenn die Ardinasts nicht bald Geld aus der Staatskasse bekommen, dann kriegen sie ein Problem. Ende Mai wird es „sehr, sehr eng“, sagt der Unternehmer – es sei denn, die Arbeitsagentur zahlt vorher das Kurzarbeitergeld aus, das die Ardinasts ihren Mitarbeitern im Moment vorstrecken müssen. Doch selbst damit wäre nur der erste Sturm durchgestanden. Vor der Gastronomie liegt jetzt eine lange Flaute.

          Patrick Bernau

          Verantwortlicher Redakteur für Wirtschaft und „Geld & Mehr“ der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.

          Die Aussichten für Deutschland sind in den vergangenen Tagen nicht besser geworden. Zu Beginn der Corona-Krise richtete sich der Blick immer nur auf die nächsten paar Tage oder Wochen. Vier Wochen die Wirtschaft anhalten, das wird schon irgendwie gehen, so dachten viele. Langsam aber hebt sich der Blick, richtet sich in die Zukunft – und sieht: Wir sind erst am Beginn der Corona-Krise. Viele Einschränkungen werden noch monatelang bleiben. Münchener Hoteliers zum Beispiel, die vielleicht auf das Oktoberfest hofften, müssen sich nach der Absage der vergangenen Woche jetzt auch davon verabschieden.

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