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Insolvenzen : Pleitewelle erreicht 2003 Rekordniveau

  • Aktualisiert am

Fast 40.000 Insolvenzanträge in diesem Jahr Bild: dpa

Die Zahl der Insolvenzen wird in Deutschland angesichts der Wirtschaftsflaute in diesem Jahr auf einen Höchstwert steigen und 5,5 Prozent über dem Wert des Vorjahres liegen.

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          Die Zahl der Insolvenzen wird in Deutschland angesichts der Wirtschaftsflaute in diesem Jahr einen Rekordwert erreichen. Nach Angaben des Verbands der Vereine Creditreform haben 39.700 Betriebe und damit 5,5 Prozent mehr als im Vorjahr bereits bei Gericht einen Insolvenzantrag gestellt.

          Die Zahl der Insolvenzanmeldungen von Privatpersonen habe um 28,7 Prozent auf 60.100 zugenommen, teilte der Neusser Wirtschaftsdatenanbieter am Donnerstag in Frankfurt mit. Die Schadenssumme für die deutsche Volkswirtschaft bezifferte Creditreform mit 40,5 Milliarden Euro nach 38,4 Milliarden Euro im Jahr zuvor. Mehr als 600.000 Arbeitsplätze drohten in diesem Jahr daher wegzufallen.

          Mehr als zwei Drittel der verursachten Schäden müssen den Angaben der Creditreform zufolge private Gläubiger hinnehmen: Kreditgeber, Arbeitnehmer und Lieferanten blieben auf 27,9 Milliarden Euro sitzen.

          613.000 Arbeitsplätze gefährdet

          Die Zahl der drohenden Arbeitsplatzverluste durch Insolvenzen betrage 613.000 im Jahr 2003. Das entspreche einem Anstieg von 3,9 Prozent oder 23.000 Personen im Vergleich zu 2002.

          Ähnliche Zahlen hatte der weltgrößte Kreditversicherer Euler Hermes bereits veröffentlicht. Trotz der sich abzeichnenden leichten Konjunkturerholung mit einem von Wirtschaftsexperten prognostizierten Wachstum von etwa 1,5 bis 2,0 Prozent erwarten die Experten von Euler Hermes 2004 sogar einen weiteren Anstieg der Pleitefälle. Nach bisherigen Angaben des Kreditversicherers dürften im kommenden Jahr rund 43.000 Unternehmen Insolvenz anmelden müssen.

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