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„Herausgehobenes Risiko“ : Innenministerium fürchtet Geldwäsche in der Immobilienbranche

  • Aktualisiert am

Viel gebaut, viel verkauft: Die Immobilienbranche boomt in Deutschland. Bild: dpa

Für beinahe 240 Milliarden Euro sind in Deutschland im Jahr 2016 Häuser und Wohnungen verkauft worden. Das Innenministerium erhebt nun einen Verdacht.

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          Die Fachleute im Bundesinnenministerium befürchten offenbar, dass der Immobiliensektor in Deutschland in großem Stil für Geldwäsche genutzt wird. Wie „Bild-Zeitung“ unter Berufung auf eine Antwort des Ministeriums auf eine Anfrage der Grünen im Bundestag berichtet, ist der Umsatz mit Immobilien auf einen neuen Rekordwert gestiegen.

          Danach wurden im Jahr 2016 Immobilien in einem Wert von 237,5 Milliarden Euro verkauft. Das waren 9,7 Milliarden mehr als 2015. Von 2007 bis Ende 2016 summiert sich der Gesamtumsatz mit Immobilien in Deutschland sogar auf 1,75 Billionen Euro.

          Nach Angaben des Bundesinnenministeriums besteht wegen der hohen Umsätze im Immobiliensektor ein „herausgehobenes Risiko“ von Geldwäsche. Wegen der hohen Wertstabilität der Immobilien hätten Geldwäscher die Möglichkeit, mit dem Kauf von Immobilien „besonders hohe Bargeldsummen zu platzieren“.

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