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Informationstechnik : Infineon enttäuscht die Analysten

  • Aktualisiert am

Die Chipsparte bei Infineon: Eher schwach Bild: dpa

Deutliche Schwächen zeigt Infineon im Speicher- und Handychipgeschäft. Im abgelaufenen Quartal brachen Umsatz und Gewinn des Unternehmens ein. Experten zeigten sich enttäuscht - so deutliche Rückgänge hatten sie nicht erwartet.

          Der Halbleiterhersteller Infineon hat im zweiten Quartal (Ende März) wegen Schwächen im Speicher- und Handychipgeschäft deutlich schlechter abgeschnitten als erwartet. Umsatz und Gewinn gaben im Vergleich zum Vorquartal zum Teil drastisch nach. „Wir sind zwar mit der Richtung zufrieden, die Infineon ohne Qimonda im zweiten Quartal eingeschlagen hat, aber natürlich noch nicht mit dem absoluten Niveau der Profitabilität des operativen Geschäfts“, sagte Vorstandschef Wolfgang Ziebart.

          Für den Rest des Jahres gaben sich die Münchner zurückhaltend. Im Gesamtjahr wolle Infineon ohne Qimonda mindestens ein ausgeglichenes Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) schaffen. Für 2008/2009 sei eine EBIT-Marge von 10 Prozent angepeilt. Im laufenden dritten Quartal will Infineon ohne Qimonda sowohl Umsatz als auch Ebit steigern. Vorbörslich stand die Aktie von Infineon unter Druck.

          Umsatz und Ergebnis eingebrochen

          Der Konzernumsatz fiel im Vergleich zum Vorquartal von 2,131 auf 1,962 Milliarden Euro, wie das Unternehmen am Freitag in München mitteilte, Die Schätzungen hatten bei 2,058 Milliarden Euro gelegen. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) brach von 216 auf 49 Millionen Euro ein und bewegte sich damit ebenfalls weit unter der Prognose, die bei mehr als 100 Millionen Euro gelegen hatte.

          Unterm Strich fuhren die Münchner entgegen der Erwartungen (Prognose plus 44,6 Mio) einen Verlust von 11 Millionen Euro oder einem Cent je Aktie ein. Im ersten Quartal hatte Infineon noch einen Gewinn von 120 Millionen Euro verbucht. Das Unternehmen begründete das schwache Abschneiden unter anderem mit Sonderaufwendungen für die Verkleinerung der Fertigung im französischen Essonnes (Altis).

          Automobil- und Industrieelektronik schnitten gut ab

          Gut schnitt der Bereich Automobil-, Industrieelektronik und Multimarket (AIM) ab. Hier stiegen die Erlöse von 710 auf 741 Millionen Euro, das Ebit kletterte von 55 auf 66 Millionen Euro. Für das laufende dritte Quartal sei hier mit einen Umsatz mindestens auf dem Niveau des Vorquartals zu rechnen. Außerdem soll die Ebit-Entwicklung der Umsatzentwicklung folgen.

          Im Handychipbereich COM bewegte sich der Umsatz mit 238 Millionen Euro nahezu auf dem Niveau des Vorquartals (236), der operative Verlust ging leicht von 57 auf 53 Millionen Euro zurück. Hier gaben sich die Münchner für die nächsten Monate aber optimistisch. Im dritten Quartal wird ein starkes Umsatzwachstum erwartet, da verschiedene Kunden die Produktion hochfahren. Auch das EBIT soll sich wesentlich verbessern.

          Die abgespaltene Speicherchipsparte Qimonda, an der Infineon noch 85,9 Prozent hält, hatte bereits am Mittwochabend über den Geschäftsverlauf informiert. Zwischen Januar und Ende März war der Umsatz im Vergleich zum Vorquartal von 1,173 Milliarden auf 984 Millionen Euro gefallen. Das (Ebit) brach von 225 Millionen auf 77 Millionen Euro ein.

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