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Inflationsrate : Der Korb, aus dem die Preise kommen

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Die Berechnung der Preisentwicklung in Deutschland wird ab 2003 an die Veränderungen der vergangenen Jahre angepasst.

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          Die Berechnung der Preisentwicklung in Deutschland wird ab 2003 an die Veränderungen der vergangenen Jahre angepasst. Dann werden neue Produkte und Dienstleistungen in dem Warenkorb erfasst, auf dessen Basis die Statistiker die Inflation bestimmen. Der bisherige Warenkorb stammt aus dem Jahr 1995.

          Neu hinzu kämen etwa Gebühren für den Handel mit Aktien, sagte eine Sprecherin des Statistischen Bundesamtes in Wiesbaden. Bislang flossen nur Kontoführungsgebühren in die Berechnung mit ein. Auch Gebrauchtwagen werden ab sofort erfasst und nicht mehr nur Neuwagen. Daneben werden die Preise für ambulante Pflegedienste oder für Essen auf Rädern miteinbezogen.

          Keine Veränderungen aufgrund der Umstellung erwartet

          Der neue Korb mit rund 700 Posten basiert auf einer Befragung unter 60.000 Haushalten aus dem Jahr 2000. Erstmals wird die Inflationsrate im Januar nach der neuen Methode berechnet und im Februar veröffentlicht. Bei den Neuerungen handelt es sich um geringfügige Anpassungen, die keine spürbare Veränderung der Inflationswerte nach sich ziehen dürften.

          An der Untergliederung in zwölf Hauptgruppen werde sich aber nichts ändern, sagte die Sprecherin. Der größte Bereich des Warenkorbes bleiben die Ausgaben rund um das Wohnen wie Miete oder Nebenkosten. Sie machen 28 Prozent des Haushaltsbudgets aus. Es folgen Preise für den Verkehr wie Benzin oder Buskarten, die zu 14 Prozent die Preisentwicklung beeinflussen. An dritter Stelle stehen Nahrung und alkoholfreie Getränke mit 13 Prozent. Der unwichtigste Posten ist die Bildung - sie macht nur 0,7 Prozent des Korbes aus.

          Künftig werden die Statistiker zudem nur noch eine einzige Inflationsrate berechnen. Bislang gab es noch eigene Datenreihen für besondere Haushalte wie die von Beamten oder Rentnern. „Dies entspricht nicht mehr der heutigen Realität“, begründete die Sprecherin. Auch wird nicht mehr zwischen alten und neuen Bundesländern unterschieden. „Diese Daten liegen prinzipiell aber weiter vor, da die Statistikämter der Länder nach wie vor die Teuerung in ihrer Region ermitteln.“

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