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Inflation : Zeugnis einer Katastrophe

Geldscheine als Altpapier: Das Foto stammt vom 15. November 1923. Bild: akg-images

Die Inflation von 1923 schuf Not und Elend und unterminierte das Vertrauen vieler Menschen in die Weimarer Republik. Auf FAZ.NET machen wir nun 100 Jahre alte Artikel aus der alten Frankfurter Zeitung zugänglich. Sie zeigen und analysieren, was damals geschah.

          6 Min.

          Die Inflation von 1923 ist eines der prägendsten und der folgenreichsten Ereignisse in der Geschichte des 20. Jahrhunderts gewesen. „Nichts hat das deutsche Volk – dies muss immer wieder ins Gedächtnis gerufen werden – so erbittert, so hasswütig, so hitlerreif gemacht wie die Inflation“, schrieb Stefan Zweig in seinen Erinnerungen. „Denn der Krieg, so mörderisch er gewesen, er hatte immerhin Stunden des Jubels geschenkt mit Glockenläuten und Siegesfanfaren. Und als unheilbar militärische Nation fühlte sich Deutschland durch die zeitweiligen Siege in seinem Stolze gesteigert, während es durch die Inflation sich einzig als beschmutzt, betrogen und erniedrigt empfand; eine ganze Generation hat der Deutschen Republik diese Jahre nicht vergessen und nicht verziehen und lieber seine Schlächter zurückgerufen.“

          Gerald Braunberger
          Herausgeber.

          In einer Zeit, in der die Inflation nach langer Abwesenheit zurückgekehrt ist, finden die Ereignisse der frühen Zwanzigerjahre eine besondere Aufmerksamkeit, auch wenn die damaligen und die heutigen Verhältnisse sich in vielerlei Hinsicht unterscheiden. Zahlreiche Bücher wurden mit Blick auf die bald genau 100 Jahre zurückliegende Hyperinflation angekündigt; manche sind schon erschienen.

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