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1,9 Prozent Euroraum-Inflation : Die Inflation ist wieder da

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Mittelfristig strebt die EZB eine Inflationsrate von nahe zwei Prozent an. Bild: dpa

Heizöl, Benzin, Butter: Die Preise in der Währungsunion steigen schneller. Das Ziel der Europäischen Zentralbank ist erreicht.

          Die Teuerungsrate in der Währungsunion ist gestiegen und liegt nun ungefähr genau auf dem Niveau, das die Europäische Zentralbank anstrebt. Im Mai stiegen die Preise im Schnitt um 1,9 Prozent, wie das Statistikamt Eurostat an diesem Freitag seine eigene vorläufige Schätzung bestätigte.

          Im April waren die Preise im Mittel um 1,3 Prozent gestiegen. Die Währungshüter streben mittelfristig Werte von knapp zwei Prozent an als ideal für die wirtschaftliche Entwicklung. Gerade auch wegen dieser Entwicklung entschieden die Notenbanker um den Präsidenten Mario Draghi am Donnerstag, die monatlichen zusätzlichen Anleihekäufe zu reduzieren und am Jahresende auslaufen zu lassen. Vor allem Staatstitel erwarben die Euro-Notenbanken im Rahmen ihres QE-Kaufprogramms. Österreichs Notenbankchef Ewald Nowotny erklärte nun, das  Inflationsziel sei erreicht. „Natürlich geht es jetzt darum, diesen Erfolg auch dauerhaft abzusichern“, sagte er an diesem Freitag in Wien.

          In Europas größter Volkswirtschaft Deutschland sind die Preise im Mai überdurchschnittlich um 2,2 Prozent gestiegen, was der höchste Wert seit mehr als einem Jahr ist, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden schon am Donnerstag mitgeteilt hatte. Die Statistiker bestätigten eine erste Schätzung von Ende Mai.

          Getrieben wird der Anstieg vor allem von den Energiepreisen. Sie legten im Vergleich zum Vorjahr um 5,1 Prozent zu. Leichtes Heizöl war im Mai sogar um knapp ein Viertel teurer als vor einem Jahr, Kraftstoffe verteuerten sich in derselben Zeit um 8,2 Prozent.

          Auch Nahrungsmittel wurden mit 3,5 Prozent überdurchschnittlich teurer, Butter (32,3 Prozent) ragte dabei heraus. Die Kerninflationsrate, in der die von Monat zu Monat relativ stark schwankenden Energie- und Nahrungsmittelpreise außen vor gelassen werden, betrug im Mai 1,6 Prozent, errechneten die Statistiker.

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