https://www.faz.net/-gqe-act5l

Erhebung von Eurostat : Inflation in Eurozone steigt knapp über EZB-Ziel

  • Aktualisiert am

Warenkorb wird teurer: In Deutschland und der Eurozone steigen die Verbraucherpreise. Bild: dpa

Die Verbraucherpreise steigen stark, was Sparern Sorgen bereitet. Aus Sicht der Europäischen Zentralbank handelt es sich jedoch um ein vorübergehendes Phänomen.

          1 Min.

          Die Inflation in der Eurozone beschleunigt sich weiter und ist knapp über das Ziel der Europäischen Zentralbank (EZB) gestiegen. Die Verbraucherpreise erhöhten sich im Mai gegenüber dem Vorjahresmonat um zwei Prozent, wie das Statistikamt Eurostat am Donnerstag in Luxemburg mitteilte. Die Statistiker bestätigten damit eine erste Schätzung. Im Vormonat hatte die Teuerung noch 1,6 Prozent betragen.

          Besonders deutlich stiegen abermals die Energiepreise, die gegenüber dem Vorjahresmonat um 13,1 Prozent zulegten. Dies hat seinen Grund vor allem in dem Einbruch der Energiepreise während der ersten Corona-Welle vor etwa einem Jahr. Alle anderen Produktkategorien verteuerten sich dagegen unterdurchschnittlich. Die Preise von Dienstleistungen erhöhten sich auf Jahressicht um 1,1 Prozent. Lebens- und Genussmittel sowie industriell gefertigte Güter waren jeweils weniger als ein Prozent teurer.

          Die Kerninflation ohne Energie und Lebensmittel stieg von 0,7 auf 1,0 Prozent. Die erste Schätzung hatte eine etwas niedrigere Rate von 0,9 Prozent ergeben. Die Kerninflation gilt vielen Ökonomen als entscheidend für den grundsätzlichen Preistrend, da im Preis schwankungsanfällige Komponenten ausgeblendet werden.

          Die EZB strebt mittelfristig eine Inflationsrate von knapp zwei Prozent an. Obwohl der Wert jetzt leicht überschritten wird und ein weiterer Anstieg erwartet wird, hat die Notenbank schon erklärt, geldpolitisch nicht eingreifen zu wollen.

          Sie betrachtet den Anstieg als lediglich zeitweilig, da er eine Folge des Preiseinbruchs in der ersten Corona-Welle vor einem Jahr sei. Auch die derzeitigen Engpässe im Welthandel, die viele Rohstoffe und Vorprodukte verteuern, betrachtet die EZB bisher als übergangsweises Phänomen.

          Weitere Themen

          Topmeldungen

          Einsatz in Kirli: Feuerwehrleute versuchen ein Feuer in der türkischen Provinz Antalya unter Kontrolle zu bringen.

          Brände in Türkei und Italien : Heftige Feuer im Mittelmeerraum

          In der Türkei und in Italien brennen die Wälder. Schuld sind womöglich Brandstifter. Eine seit Anfang der Woche andauernde Hitzewelle in Griechenland geht indes auf ihren Höhepunkt zu – mit Temperaturen von bis zu 45 Grad.
          Markus Söder im Landtag, im Vordergrund Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger (Freie Wähler) am Rednerpult

          Testpflicht und Impfregime : Söders Sorgen

          Die Testpflicht ist das Eingeständnis von Bund und Ländern, dass ihre Strategie nicht aufgegangen ist. Die Impfmüdigkeit ist zu groß. Der Grund: Eigensinn und Politiker wie Hubert Aiwanger.

          Aufruhr im Schwimmen : Zurück im Doping-Sumpf

          Ryan Murphy wird von Jewgeni Rylow geschlagen. Der Amerikaner spricht im Anschluss von einem Rennen, das „wahrscheinlich nicht sauber“ war – und wird vom Olympischen Komitee Russlands als Verlierer verhöhnt.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.