Inflation steigt weiter : Teures Brot
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Mangel an Rohstoffen und Probleme in den Lieferketten sind Hauptgründe für Preissteigerungen von Nahrungsmitteln. Bild: dpa
Die Preise steigen auf breiter Front. Neue Treiber neben der Energie sind Brot, Pflanzenöl und Fleisch.
Die Inflation in Deutschland ist auch im April weiter gestiegen. Viele Ökonomen hatten gemeint, womöglich sei der Höhepunkt schon überschritten, weil der Ölpreis sich zuletzt wieder etwas beruhigt hatte. Aber weit gefehlt! Die Preise steigen auf breiter Front.
7,4 Prozent betrug die Inflationsrate, so viel wie das letzte Mal vor rund 40 Jahren. Auch die Theorie, dass die hohen Raten nur an den Energiepreisen hängen, stand offenkundig auf tönernen Füßen. Während die Preise für Heizöl und Diesel gegenüber März sogar rückläufig waren, steigen jetzt die Preise für Nahrungsmittel wie Brot, Pflanzenöl oder Fleisch umso stärker. Und die sogenannte Kernrate der Inflation, das ist die Teuerung ohne stark schwankende Preise wie die für Energie und Lebensmittel, ist nach Schätzungen der Commerzbank von 3,4 auf 3,8 Prozent gestiegen.
Das alles zeigt: Die Europäische Zentralbank muss handeln. Zwar kann sie keine billige Energie herbeizaubern. Aber sie kann verhindern, dass mit der Inflationsrate auch die Inflationserwartungen steigen – und sich die Inflation so dauerhaft festsetzt.