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Geldpolitik unter Druck : Verspielt die Notenbank das Vertrauen der Briten?

  • -Aktualisiert am

Teurer Einkauf: In der Bevölkerung fragen sich Millionen, wie sie bis zum Monatsende über die Runden kommen sollen. Bild: dpa

Im April kletterte die Inflation im Vereinigten Königreich auf 9 Prozent. Liegt die Teuerung wirklich zu achtzig Prozent jenseits der Kontrolle der Notenbank? Es droht ein epochales Versagen durch zu lockere Geldpolitik.

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          Die Inflationsrate in Großbritannien ist mit neun Prozent auf den höchsten Stand seit vierzig Jahren geklettert. Das setzt die Bevölkerung ebenso unter schmerzhaften Druck wie die Bank of England (BoE). Die Preissteigerung liegt jetzt schon fast doppelt so hoch wie noch sechs Monate zuvor prognostiziert. Damals versicherte Notenbankgouverneur Andrew Bailey, dass die Inflation nur „temporär“ sein werde. Inzwischen sind sich da viele Fachleute nicht mehr so sicher.

          Vom Zwei-Prozent-Zielwert der britischen Zentralbank, den auch die Europäische Zentralbank (EZB) und der amerikanische Fed als Anker anstreben, ist man nun weit entfernt. Wenn sich die Inflationserwartungen der Märkte und der Bevölkerung jedoch einmal „ent-ankerten“ und dauerhaft nach oben verschöben, wäre das fatal. Gegensteuern würde immer schwieriger.

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