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F.A.Z. exklusiv : Pharma- und Pestizidhersteller sollen für Abwasserklärung zahlen

Eine Kläranlage in Hessen Bild: dpa

Mikroschadstoffe belasten das Abwasser – sie herauszufischen kostet Milliarden. Jetzt will die Wasserwirtschaft die Industrie an den Kosten beteiligen, was Unternehmen wie Bayer und BASF treffen dürfte.

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          Die Deutschen haben den Ruf, ein besonders gründliches Volk zu sein. Das gilt auch für die Reinigung des Abwassers. Dreifach wird die braune Flut aus der Kanalisation in der Regel gesäubert. Doch mechanische Rechen, Sandfang, Absatzbecken und biologische Reinigungsstufen reichen nicht mehr aus, um alles das aus dem Wasser herauszufischen, was da nicht hineingehört. Mikroschadstoffe treiben einfach weiter. Spurenstoffe aus Arzneimitteln, von Fassadenanstrichen oder Pflanzenschutzmitteln machen den Abwasserunternehmen, aber auch der Natur immer mehr zu schaffen.

          Andreas Mihm

          Wirtschaftskorrespondent für Österreich, Ostmittel-, Südosteuropa und die Türkei mit Sitz in Wien.

          Schon wird deshalb mancherorts eine weitere, vierte Reinigungsstufe eingerichtet. Aktivkohlefilter, Membranen oder, wie künftig bei den Berliner Wasserbetrieben (BWB), die Behandlung des Schmutzwassers mit Ozon sollen vermeiden, dass die Spurenstoffe in Flüsse und Seen gespült werden. Denn da machen sie Fischen und anderen Wassertieren das Überleben schwer oder geraten gar am Ende über den ewigen Wasserkreislauf wieder ins Trinkwasser. In Berlin geht es darum, Letzteres zu verhindern: „Mit der großtechnischen Spurenstoffentfernung sichern wir die Qualität unserer Trinkwasserressourcen“, sagt BWB-Vorstandschef Jörg Simon. Doch die Kleinstpartikel herauszufiltern kostet eine Menge Geld.

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