https://www.faz.net/-gqe-abh3d
28927972

Zusammenarbeit mit Europa : Indische Träume

  • -Aktualisiert am

Steht unter großem Druck: Narendra Modi Bild: AFP

Indien muss sich öffnen, Bürokratie und Protektionismus abbauen statt auszubauen. Gut, dass das jetzt vielleicht in Gang kommt.

          1 Min.

          An diesem Plan ist alles richtig, auch wenn er viele Jahre zu spät kommt: Die EU und Indien wollen jetzt ihre Zusammenarbeit deutlich ausbauen und damit Chinas Vordringen in Südasien erschweren. Dass die indische Regierung mit Blick auf die Corona-Katastrophe einen Offenbarungseid leisten muss, dürfte die Verhandlungen erleichtern, so zynisch dies angesichts von offiziellen, viel zu niedrigen Schätzungen von mehr als 21 Millionen Infizierten klingt.

          Indien braucht mehr als Hilfe in Katastrophentagen. Die vergangenen 20 Jahre haben aber gezeigt, dass Absichtserklärungen aus Neu Delhi nicht reichen. Indien muss sich öffnen, Bürokratie und Protektionismus abbauen statt auszubauen.

          Auch der Umgang mit Minderheiten, Intellektuellen und Journalisten, der unter Ministerpräsident Narendra Modi stark gelitten hat, muss sich wieder verbessern. Dann könnte es Gewinner auf beiden Seiten geben. Denn sollten Inder und Europäer eines Tages wirklich an einem Strang ziehen, könnte Südasien für viel mehr stehen als billige Textilfertigung. Den Menschen, die, von ihrer eigenen Regierung im Stich gelassen, in diesen Tagen leiden, wäre es zu wünschen.

          Christoph Hein
          Wirtschaftskorrespondent für Südasien/Pazifik mit Sitz in Singapur.

          Topmeldungen

          Der CDU-Vorsitzende Armin Laschet (links) und der CSU-Vorsitzende Markus Söder bei der Pressekonferenz zum gemeinsamen Wahlprogramm der Union am Montag in Berlin.

          Programm von CDU und CSU : Fixstern des Wahlkampfs

          CDU und CSU legen ein Wahlprogramm vor, das auf deutliche Distanz zu Grünen und SPD geht, von der Linkspartei ganz zu schweigen. Nur die FDP wird Schwierigkeiten haben, sich abzugrenzen.
          Nichts mehr frei: Blick auf die Stockholmer Innenstadt

          Regierungskrise in Schweden : Wer jetzt kein Haus hat

          Die Wohnungsfrage ist die schärfste soziale Frage im Europa unserer Zeit. In Schweden hat sie nun ihren vorläufigen Höhepunkt erfahren.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.