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Griechenland streikt : Forderung nach höheren Renten legt den öffentlichen Nahverkehr lahm

  • Aktualisiert am

In Athen streiken Staatsbedienstete für eine Erhöhung der Rente. Bild: AP

Die Forderung nach höheren Renten legt in Griechenland den öffentlichen Nahverkehr lahm. Das Land erholt sich von der Finanzkrise vor zehn Jahren – eine Rentenreform lässt aber noch auf sich warten.

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          Seeleute, Bus- und Bahnfahrer sowie Staatsbedienstete haben das öffentliche Leben in Griechenland mit Streiks am Dienstag fast zum Erliegen gebracht. Vor allem in der Küstenschifffahrt und im Öffentlichen Nahverkehr herrschte lokalen Medienberichten zufolge Stillstand. Weil die Menschen auf Privatfahrzeuge auswichen, bildeten sich Staus auf zahlreichen Straßen, was insbesondere in der Hauptstadt Athen zu Verkehrschaos führte. In der Ägäis und im Ionischen Meer sei keine Fähre ausgelaufen, berichteten griechische Medien. Am Mittag legten auch Journalisten für drei Stunden die Arbeit nieder.

          Die Gewerkschaften in Griechenland fordern eine Erhöhung der Renten, die während der schweren Finanzkrise in den vergangenen zehn Jahren fast halbiert worden waren. Zudem werfen sie der Regierung der bürgerlichen Partei Nea Dimokratia (ND) unter Ministerpräsident Kyriakos Mitsotakis vor, die Renten niedrig zu halten und die Privatisierung von Krankenkassen zu fördern. Ein entsprechendes Gesetz wurde dem Parlament schon vorgelegt.

          Die Regierung warf der im Juli vergangenen Jahres abgewählten Linkspartei Syriza unter dem früheren Premier Alexis Tsipras und der Kommunistischen Partei Griechenlands (KKE) vor, die Streiks gefördert zu haben. Man dürfe nie vergessen, was zur Krise in Griechenland geführt habe, erklärte Mitsotakis mit Blick auf die Schuldenpolitik früherer Regierungen während einer Sitzung seines Kabinetts am Dienstag.

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