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Kommentar : In der Digitalisierung müssen alle mitmachen

Fachleute erhöhen den Druck auf den Staat: Wir müssen endlich über Ethik und Digitalisierung reden. Aber zwei Dinge dürfen wir dabei nicht vergessen.

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          Wirtschaft und Gesellschaft sind auf dem Weg in eine neue, in die digitale Welt. Diese Transformation betrachten viele Menschen mit Sorge, vor allem mit Sorge um ihren Arbeitsplatz und ihre Stellung in der Gesellschaft. Diese Sorgen dürfen aber nicht die Oberhand gewinnen und nicht den Blick darauf verstellen, dass nur eine erfolgreiche Transformation Arbeitsplätze sichert und nachfolgenden Generationen Wohlstand verspricht.

          Es ist daher richtig, dass die Expertenkommission Forschung und Innovation den Druck auf den Staat erhöht, eine gesellschaftliche Diskussion über Ethik und Digitalisierung anzustoßen, seine Verwaltung schneller zu digitalisieren, die Forschung in diesen Bereichen zu fördern und vor allem über die Bildung dafür zu sorgen, dass die Kinder besser auf die neue Lebens- und Arbeitswelt vorbereitet werden.

          Aber zwei Dinge dürfen nicht vergessen werden: Die Transformation ist nicht nur eine Staatsaufgabe. Daran muss in vorderster Linie die Wirtschaft mitarbeiten und die gesamte Gesellschaft bis in die Familien hinein. Und selbst dann werden wir – zweitens – nicht auf allen Gebieten international führend sein. Wichtig ist, dass wir in einigen Königsdisziplinen einen Vorsprung vor dem Wettbewerb haben und ausbauen. Das sollte auch den Besorgten ihre Ängste nehmen.

          Georg Giersberg

          Redakteur in der Wirtschaft, zuständig für „Der Betriebswirt“.

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