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Tim Kanning (kann.)

In Coronakrise gefragt : Die KfW als unfreiwillige Feuerwehr

  • -Aktualisiert am

Das KfW-Gebäude in Frankfurt Bild: Wolfgang Eilmes

Die staatliche Förderbank ist gefragt wie nie. Doch jedes Drängen auf mehr Tempo und weniger Kontrolle bei der Kreditvergabe erhöht das Risiko für den Steuerzahler.

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          Die Corona-Krise stellt die große Finanzkrise von 2008 in vielerlei Hinsicht in den Schatten. Das gilt auch mit Blick auf die Hilfskredite, mit denen die staatliche Förderbank KfW versucht, die Wirtschaft vor dem Kollaps zu bewahren. In der Zeit nach der Finanzkrise stützte die KfW deutsche Unternehmen alles in allem mit Darlehen in Höhe von 13,9 Milliarden Euro. Die Kredite, mit denen die Staatsbank seit Mitte März die Folgen der Corona-Krise abmildern will, summieren sich schon jetzt auf mehr als das Dreifache – Tendenz weiterhin steil steigend. Allein mit dem sich abzeichnenden Rettungspaket für die Lufthansa kommt nun noch einmal ein Darlehen von 3 Milliarden Euro hinzu.

          Je länger die Pandemie weite Teile des öffentlichen Lebens in Schach hält, desto mehr Unternehmen dürften die Umsatzeinbußen in existentielle Schwierigkeiten bringen. Einst stolze Großkonzerne wie Adidas, TUI und Thyssen-Krupp haben sich schon mit staatlichen Milliardensummen von der KfW auffangen lassen. Ganze Heerscharen von Mittelständlern rufen weit kleinere Summen ab, um das blanke Überleben zu sichern. Innerhalb weniger Wochen ist die KfW zur Feuerwehr für die gesamte deutsche Wirtschaft geworden. Schafft sie das?

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