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Büroraum-Vermittler : WeWork verschiebt Milliarden-Börsengang

  • Aktualisiert am

Eine WeWork-Filiale in New York. Bild: EPA

Eigentlich wollte WeWork noch im September an die Börse. Nach reichlich Anlegerkritik hat das umstrittene Management des Immobilienvermittlers die Notbremse gezogen. Der Börsengang soll „bis Ende des Jahres“ erfolgen.

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          Der Büroraum-Anbieter WeWork wird erst später an die Börse gebracht als zunächst geplant. Das Unternehmen erwarte, den Börsengang bis Ende des Jahres vollzogen zu haben, teilte WeWork am Montag in New York mit. Eigentlich sollte das Debüt nächste Woche stattfinden.

          Zuvor hatte das „Wall Street Journal“ unter Berufung auf eingeweihte Kreise berichtet, dass die Aktien des Unternehmens voraussichtlich frühestens im kommenden Monat in den Handel starten.

          Zuletzt hatten sich bereits die Anzeichen verdichtet, dass das Mega-Projekt gewaltig floppen könnte. Laut amerikanischen Medien peilte WeWork zuletzt nur noch eine Bewertung von rund 10 Milliarden Dollar (9 Mrd Euro) an. Bei einer Finanzierungsrunde im Januar war WeWork von Investoren noch auf 47 Milliarden Dollar taxiert worden.

          Kritik an der Geschäftsführung

          Das Geschäftsmodell ist, anderen Unternehmen langfristig angemietete Immobilien zur Verfügung zu stellen. Zu den Kunden gehört neben vielen Start-ups etwa auch IBM. Zweifel am bislang sehr verlustreichen Geschäft und an der Machtfülle des umstrittenen Chefs und Mitgründers Adam Neumann haben Anlegern inzwischen offenbar die Laune verdorben.

          Es wäre nicht der erste große US-Börsengang, der in diesem Jahr gründlich missglückt: Im Mai hatte bereits der Fahrdienstvermittler Uber die Erwartungen bei seiner Premiere an der New Yorker Börse stark enttäuscht.

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