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Deutschlands Impfkampagne : Priorisierung ade

Eine Hausärztin in Baden-Württemberg impft eine Patientin. Bild: dpa

Toll, dass sich die Impfpriorisierung im Mai erledigt haben könnte. Wichtig ist nun, den Ärzten keine weiteren Knüppel zwischen die Beine zu werfen.

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          Es ist völlig richtig, dass eine verantwortungsvolle Gesellschaft in Katastrophenzeiten zuerst die Schwächsten und Gefährdetsten schützt. Aber natürlich muss sie auch an jene denken, die das System am Laufen halten, die Berufstätigen, die Leistungsträger, die Familien. Sie legen die Basis dafür, dass die Risikogruppen zuerst bedacht werden, und auch dafür, dass sich das Gemeinwesen all die Hilfen für Covid-19-Geschädigte leisten kann.

          Insofern ist es eine sehr gute Nachricht, dass sich die Impfpriorisierung im Mai erledigt haben könnte. Dann wird es endlich möglich, dass jeder Erwachsene nach und nach eine Schutzspritze erhält.

          Sofern es nicht wieder Rückschläge in den Lieferungen gibt und sofern nicht Varianten auftauchen, gegen die der Impfstoff nicht hilft, rückt die lang ersehnte Rückkehr zur Normalität näher. Den Unterschied machen die steigenden Impfstoffmengen – und die Arztpraxen.

          Sie impfen erst seit Ostern. Trotzdem werden sie die schon seit Weihnachten aktiven Impfzentren bald überholen. Es ist wichtig, den Ärzten jetzt keine weiteren Knüppel zwischen die Beine zu werfen. Sie sind die Stütze im Kampf gegen das Virus.

          Christian Geinitz
          Wirtschaftskorrespondent in Berlin

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