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Ferienhäuser : Der schwere Weg zum griechischen Katasteramt

Ab ins Verzeichnis: Ferienwohnung in Naoussa im Norden der griechischen Insel Paros Bild: mauritius images / Gerhard Zwerg

Endlich kommt Bewegung in die Erfassung von Grundstücken in Griechenland. Zwar gibt es immer noch Schwierigkeiten mit dem Kataster, doch müssen sich jetzt auch die deutschen Besitzer von Ferienhäuschen melden.

          Für Griechenland-Kritiker stand das Wort „Kataster“ jahrelang nicht nur für jahrzehntelange Versäumnisse, sondern stellte geradezu eine Lachnummer dar. Inzwischen ist die Sache so ernst, dass sich die Eigner von Immobilien, auch die Ausländer mit Ferienhäuschen, konkret um dieses Verfahren kümmern müssen. Sonst riskieren sie unnötige Komplikationen oder im Fall jahrelanger Untätigkeit auch die Verstaatlichung ihres Besitzes.

          Tobias Piller

          Wirtschaftskorrespondent für Italien und Griechenland mit Sitz in Rom.

          Der Weg zu einem amtlichen Grundstückskataster mit der öffentlich einsehbaren und verbindlichen Darstellung aller Rechtstitel für das Territorium Griechenlands war aber tatsächlich unnatürlich lang. Zudem wurden damit Wachstum und Investitionen behindert. Mancher wagte es nicht, ein Gelände für eine Industrieansiedlung oder eine Hotelinvestition zu kaufen, weil nicht klar war, ob sich nach Abschluss eines Kaufvertrages nicht noch jemand anderer melden würde, um irgendwelche Rechtstitel geltend zu machen. Selbst ein griechenlanderfahrener Deutscher erlebte nach dem Kauf eines Ferienhauses eine Überraschung: „Da meldete sich ein Nachbar und sagte, dass ihm auf meinem Grundstück drei Bäume gehörten.“ Dieses Problem ließ sich schließlich schnell mit 300 Euro aus dem Weg schaffen. Was aber, wenn die Rechtslage im Nachhinein komplizierter gewesen wäre? Bisher war die Methode zur Feststellung von Eigentumstiteln eben doch etwas zu unsicher: „Man musste im Dorf im Kaffeehaus nachfragen, wer etwas weiß und wer jemanden kennt“, sagt die deutsch-griechische Rechtsanwältin Ira Kaliampetsos.

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          Rechte erfassen

          Für die Erfassung von Eigentumsrechten in Griechenland gibt es keine nationalen Stichtage und Fristen. Diese werden für Regionen oder Kommunen individuell festgelegt. Zu finden sind die entsprechenden lokalen Aufrufe auch in Englisch auf der Internetseite des griechischen Katasteramtes, http://www.ktimatologio.gr/sites/en/Pages/Default.aspx. Dort gibt es auch die Formulare für die Anmeldung von Grundstücksrechten. Wer die Fristen für die einfache Anmeldung seiner Eigentumsrechte verpasst, kann später noch in einem Einspruchsverfahren Rechte geltend machen. Doch das ist teurer, auch weil dann womöglich ein Rechtsanwalt und ein Architekt eingeschaltet werden müssen. Nach Ablauf der mehrjährigen Einspruchsfristen, die zum Teil auf mehr als zehn Jahre verlängert wurden, können immer noch Rechte geltend gemacht werden, doch gibt es dann unter Umständen nicht die Immobilie zurück, sondern eine Entschädigung.