https://www.faz.net/-gqe-74hfv

Immobilienkrise : Spanien lockt Ausländer mit Aufenthaltserlaubnis

  • -Aktualisiert am

Leerstehendes Haus in Alicante Bild: AFP

Spanien will Ausländern, die sich eine Wohnung kaufen, automatisch eine Aufenthaltsgenehmigung erteilen. Damit will das Land den Immobilienkauf vor allem für Russen und Chinesen attraktiver machen.

          1 Min.

          Die spanische Regierung will Ausländer, darunter vor allem Russen und Chinesen, mit dem Versprechen von Aufenthaltsgenehmigungen zum Kauf leerstehender Immobilien anreizen. Wie Ministerpräsident Mariano Rajoy bestätigte, wird eine Gesetzesänderung erwogen, welche den Kauf einer Wohnung oder eines Hauses zum Preis von mindestens 160.000 Euro mit einer Aufenthaltserlaubnis belohnen soll.

          Vertreter der zuständigen Ministerien begannen am Dienstag in Madrid Detailberatungen. Unter anderem soll vermieden werden, dass Käufe mit Schwarzgeld getätigt oder als Mittel zur Geldwäsche missbraucht werden.

          Spanien folgt mit dem Projekt dem Vorbild Portugals, das schon im Oktober eine ähnliche Regelung eingeführt hat. Dort können Ausländer, die eine Immobilie für mindestens 500.000 Euro erwerben, mehr als eine Million Euro in das Land transferieren oder einen Betrieb mit mindestens dreißig Angestellten eröffnen, eine Aufenthaltserlaubnis ohne besondere Auflagen erhalten.

          In Spanien kritisierte derweil die sozialistische Opposition diese Vermarktung, und Immigrantenorganisationen, vor allem aus Lateinamerika, monierten die Diskriminierung weniger begüterter Einwanderer.

          Weitere Themen

          Auftritt der Frühjahrskönigin

          Lenzrosen : Auftritt der Frühjahrskönigin

          Die Lenzrose sieht zwar aus wie eine Diva, ist aber erstaunlich robust. Das ist längst nicht ihr einziger Vorzug.

          Topmeldungen

          Kritik von Wagenknecht : Daimler und das Steuergeld

          Der Stuttgarter Autohersteller profitiert von staatlichen Subventionen und vom Kurzarbeitergeld – und macht vier Milliarden Euro Gewinn. Ist das in Ordnung?
          Derzeit im Sachverständigenrat (von links nach rechts): Achim Truger, Veronika Grimm, Noch-Vorsitzender Lars Feld, Volker Wieland und Monika Schnitzer

          Die fünf Wirtschaftsweisen : Der nützliche Rat

          Wer den Sachverständigenrat abschaffen oder in ein Gremium amerikanischen Musters verwandeln will, ruiniert unnötig eine Institution. Sie ist nicht perfekt, aber sehr nützlich.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.