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Immobilienkauf : Die sinkenden Bauzinsen haben einen Haken

Die Bauzinsen sinken und sinken, doch die Hauspreise steigen in vielen Lagen Bild: obs

Was nützt Ihnen der Kredit fast zum Nulltarif, wenn gleichzeitig die Immobilienpreise klettern und klettern? Hier kommt es vor allem darauf an, wo Sie kaufen.

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          Schon seit drei Jahren sind die Bauzinsen sehr niedrig, aber es geht offenbar immer noch niedriger. Von Juli auf August sind die Zinsen noch mal wieder gesunken. Nur noch 0,13 Prozent im Jahr verlangen manche Banken mittlerweile für ein Baudarlehen mit zehn Jahren Zinsbindung. Die Voraussetzungen sind zwar streng. Aber selbst unter etwas lockeren Bedingungen finden sich viele Angebote für Baudarlehen deutlich unter 1 Prozent. Der Abstand bis zur Null ist nicht mehr groß. Und es sieht so aus, als ob dieser Abstand in der nächsten Zeit eher noch weiter schrumpft. Ein ungewöhnliches Phänomen: Geld für eine Baufinanzierung gibt es im Augenblick also fast kostenlos geliehen. Dabei muss doch ein Haken sein, sollte man meinen.

          Wo also sind die Haken bei den niedrigen Zinsen? Zunächst einmal gibt es den Effekt, dass es im wirklichen Leben nie ganz so ist wie in der Werbung. Wer bei einem bekannten Möbelhaus die Küche aus dem Werbeprospekt bestellt und die Konfiguration auch nur ein wenig ändert, zahlt schnell sehr viel mehr als annonciert. So ist es auch bei den Bauzinsen. Auf 0,13 Prozent kommt der Darlehensnehmer nur, wenn er den Kredit während der Laufzeit vollständig tilgt („Volltilgerdarlehen“) und das Verhältnis vom Wert des Hauses zur Höhe des Darlehens („Beleihungsauslauf“) für die Bank günstig ist. Schließlich ist dann das Risiko für die Bank geringer; und nur wenn Risiko und Aufwand für sie überschaubar sind, vergibt sie sehr günstige Darlehen.

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