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IG-Metall-Mitglieder : Huber spricht von „Trendwende“

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Goldene Zeiten? Die IG Metall freut sich über mehr Mitglieder (Foto: Stahlkocher der Salzgitter AG) Bild: dpa

Mehr als 20 Millionen Euro investiert die IG Metall nach eigenen Angaben jedes Jahr, um neue Mitglieder zu gewinnen. Nicht ohne Wirkung: Erstmals seit Jahrzehnten ist die Mitgliederzahl der Gewerkschaft gestiegen.

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          Erstmals seit mehr als 20 Jahren hat die IG Metall ein Plus bei ihrer Mitgliederzahl verbucht. Bis Ende 2011 sei die Zahl der Mitglieder auf insgesamt 2,246 Millionen gestiegen, erklärte Gewerkschaftschef Berthold Huber am Freitag in Frankfurt. Das waren 6172 mehr als im Dezember des Vorjahres. „Wir haben die Trendwende in der Mitgliederentwicklung geschafft“, so Huber.

          Allein bei den Leiharbeitern stieg die Zahl der Gewerkschaftsmitglieder im vergangenen Jahr von gut 21.000 auf rund 36.000. Als Gründe für die Entwicklung sieht die Gewerkschaft unter anderem ihre verstärkten Aktivitäten in den Betrieben, die Erschließung neuer Branchen wie der Solar- und Windindustrie und eine Reduzierung der Gewerkschaftsaustritte um 6,5 Prozent. Insgesamt hat die IG Metall nach eigenen Angaben im Jahresverlauf 2011 rund 114.000 neue Mitglieder gewonnen. Das sind rund 26 Prozent mehr Zugänge als im Vorjahr. Rund 42 Prozent der neuen Mitglieder sind demnach unter 27 Jahren.

          Nach eigenen Angaben investiert die Gewerkschaft jährlich rund 20 Millionen Euro in Projekte zur Mitgliedergewinnung. So solle auch die Gewerkschaftsarbeit mit Studierenden an Hochschulen weiter intensiviert werden. „Die Hochschulen sind der größte Ausbildungsplatz für die von uns betreuten Branchen“, erklärte IG-Metall-Vize Detlef Wetzel. Für Deutschland sieht Huber als eine der wichtigsten Herausforderungen die Neuordnung des Arbeitsmarktes. Der ausufernde Niedriglohnsektor bremse jede gesamtwirtschaftliche Dynamik und sei die Ursache für die insgesamt zu schwache Lohnentwicklung in Deutschland, erklärte Huber. Leiharbeitnehmer müssten zu fairen Bedingungen beschäftigt und dürften nicht ausgebeutet werden.

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