https://www.faz.net/-gqe-9jde4

NRW, Niedersachsen und Bremen : IG Metall droht mit Warnstreiks in der Stahlindustrie

  • Aktualisiert am

Anfang 2018 streikten Mitglieder der IG-Metall im Tarifstreit über mehr Zeit für Familienbetreuung in Hannover. Bild: dpa

72.000 Beschäftigte aus der Metallbranche hoffen auf mehr Lohn und Urlaubsgeld. Die dritte Verhandlungsrunde mit den Arbeitgebern brachte jedoch keine Ergebnisse.

          In der Stahlindustrie könnte es von der kommenden Woche an Warnstreiks geben. Die IG Metall verließ am Freitag die dritte Verhandlungsrunde in Düsseldorf schon nach 15 Minuten, weil die Arbeitgeber erneut kein Angebot vorgelegt hätten. „Ohne Angebot ergeben Verhandlungen derzeit keinen Sinn“, begründete der Verhandlungsführer der Gewerkschaft, Knut Giesler, den Schritt. Er werde der Tarifkommission der Gewerkschaft deshalb empfehlen, zu Warnstreiks ab der kommenden Woche aufzurufen.

          Die Tarifverhandlungen betreffen rund 72.000 Beschäftigte der Branche in NRW, Niedersachsen und Bremen. Die IG Metall ist unter anderem mit der Forderung nach sechs Prozent mehr Geld sowie der Einführung eines Urlaubsgelds von 1800 Euro in die Verhandlung gegangen. Die Gewerkschaft fordert zudem, dass die Urlaubsvergütung auf Wunsch der Beschäftigten auch in freie Tage umgewandelt werden kann. Ein Sprecher der Arbeitgeber sagte, man sei grundsätzlich bereit, darüber zu reden. Es müssten aber noch viele Details geklärt werden, bevor Zahlen genannt werden könnten. Die nächste Verhandlungsrunde ist am 18. Februar.

          Weitere Themen

          Pilotenheld kritisiert Boeing Video-Seite öffnen

          „Sully“ schlägt Alarm : Pilotenheld kritisiert Boeing

          Mehrere Piloten fordern den US-Flugzeugbauer Boeing auf, Piloten besser zu schulen, bevor die Flieger vom Unglückstyp 737 Max nach zwei Abstürzen mit hunderten Toten wieder fliegen dürfen. Die von Boeing angebotenen Schulungen reichten nicht aus, sagt unter anderem Chesley "Sully" Sullenberger. Er schrieb mit der geglückten Notlandung mit einem Airbus auf dem Hudson in New York 2009 Geschichte.

          Topmeldungen

          Konflikt mit Iran : Trumps Schlamassel

          Mit dem Abschuss einer Drohne ist eine neue Stufe in der Auseinandersetzung zwischen Amerika und der Islamischen Republik erreicht. Aus diesem Schlamassel gibt es keinen einfachen Ausweg.
          Sie sind international, weltoffen, ungebunden: Aber was wissen die liberalen Eliten noch vom Rest der Welt?

          Buch über Globale Eliten : Nur nicht so herablassend

          Die Globalisierung hat eine Elite hervorgebracht, die weltoffen, international und ungebunden ist. Carlo Strenger liest dieser liberalen Elite in seinem Buch die Leviten: Sie vergesse alle anderen gesellschaftlichen Schichten.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.