Streit um Viertagewoche :
IG-Metall-Chef: „Die Deutschen sind nicht arbeitsscheu!“

Lesezeit: 6 Min.
Jörg Hofmann, 67, ist Erster Vorsitzender der IG Metall, die rund 3,9 Millionen Beschäftigte in der deutschen Metall- und Elektroindustrie vertritt.
Jörg Hofmann begründet den Vorstoß seiner IG Metall zur Viertagewoche, den er als langen Weg beschreibt. Er spricht über Schichtarbeit im Stahlwerk und warum Wolfgang Porsche falschliegt.
Herr Hofmann, Ihre Gewerkschaft will eine Viertagewoche bei vollem Lohnausgleich einführen. Finden Sie, die Deutschen arbeiten zu viel?

Im Moment fordern wir die Viertagewoche für die Stahlindustrie. Und dies aus spezifischen branchenbezogenen Gründen. Aber wofür wir generell werben, sind Arbeitsbedingungen, die zum Leben passen. Und das Leben und die Lebensentwürfe der Menschen haben sich geändert. Mehr Singlehaushalte, mehr Wunsch nach partnerschaftlicher Aufgabenteilung. Da ist es notwendig, auch Arbeitszeiten anzubieten, die dies ermöglichen, damit Industrie- und Handwerksunternehmen in Zukunft noch junge Fachkräfte gewinnen.

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