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IG Bau : Mehr Geld für die Gebäudereiniger

  • Aktualisiert am

Mehrere Hundert Unterstützer demonstrieren am Dienstag in Essen. Bild: dpa

„Schluss mit Turbo-Putzen“ fordert die Gewerkschaft und protestiert in Essen mit Putzeimern für eine Lohnerhöhung.

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          Es ist die vierte Runde, in der die Gewerkschaft IG Metall mit den Arbeitgebern über eine Lohnerhöhung verhandelt. Die Tarifverhandlungen für die bundesweit rund 600.000 Gebäudereiniger sind am Dienstag wurden am Dienstag in Essen fortgesetzt. Die Gewerkschaft IG Bau fordert außer einer besseren Bezahlung auch einen Schritt hin zu einer Ost-West-Angleichung der Löhne.

          Mit einem Tarifvertrag gegen Leistungsverdichtung wolle die Gewerkschaft unter dem Motto „Schluss mit Turbo Putzen“ zudem tarifpolitisches Neuland betreten, kündigte der Regionalleiter Rheinland der Gewerkschaft, Holger Vermeer, am Dienstag in Essen an. Zur Unterstützung der Forderungen hatten rund 500 mit Putzeimern ausgerüstete Reinigungskräfte in der Essener Innenstadt demonstriert.

          „Gerade im zeitlichen Umfeld von Tariferhöhungen bekommen die Beschäftigten mehr Flächen aufgebürdet oder haben weniger Zeit für die gleichen Quadratmeter. Sogar Arbeitszeitkürzungen ohne Lohnausgleich kommen vor“, sagte Vermeer. Am Ende müssten die Beschäftigten damit ihre Lohnerhöhung oft selbst zahlen. Dagegen wolle die Gewerkschaft vorgehen, so Vermeer. Der Bundesinnungsverband des Gebäudereiniger-Handwerks war für eine Stellungnahme zunächst nicht zu erreichen

          In der untersten Lohngruppe soll der Stundenlohn nach den Vorstellungen der Gewerkschaft zudem um 80 Cent von 9,55 auf 10,35 Euro in Westdeutschland steigen. In den höheren Lohngruppen fordert die Gewerkschaft eine Erhöhung um 6,4 Prozent.

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