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Ifo-Institut-Umfrage : Wirtschaftsklima im Euroraum verdüstert sich

  • Aktualisiert am

Containerschiffe liegen am Containerterminal Burchardkai in Hamburg. Bild: dpa

„Die Konjunktur im Euroraum steuert auf unruhiges Fahrwasser zu“, warnt Ifo-Präsident Clemens Fuest. Das glauben auch Wirtschaftsexperten: Ihre Erwartungen brechen deutlich ein.

          Das Wirtschaftsklima in der Euro-Zone hat sich kräftig eingetrübt. Das entsprechende Barometer für das vierte Quartal sackte auf 6,6 Zähler von 19,6 Punkten ab, wie das Münchner Ifo-Institut am Montag unter Berufung auf seine vierteljährliche Umfrage unter 370 Experten mitteilte. Die Befragten korrigierten sowohl ihre Lageeinschätzung als auch ihre Erwartungen kräftig nach unten. „Die Konjunktur im Euroraum steuert auf unruhiges Fahrwasser zu“, erklärte Ifo-Präsident Clemens Fuest.

          Vor allem in Italien, das wegen seiner Haushaltspläne im Clinch mit der EU-Kommission liegt, sind die Bewertungen der Experten eingebrochen. Sie stuften sowohl die Lage als auch die Erwartungen in dem unter hoher Schuldenlast ächzenden Land als deutlich negativer ein. Angesichts des internationalen Zollstreits senkten sie zugleich ihre Exporterwartungen für den Euroraum.

          Gleichzeitig erwarten die Experten nun vermehrt, dass die kurz- und langfristigen Zinsen in den nächsten sechs Monaten steigen werden und dass der Dollar weiter an Wert zulegen wird. Die Prognose für die Inflationsrate in diesem Jahr hoben sie um einen Tick auf 1,8 Prozent an: „Das Vertrauen der Experten in die Wirtschaftspolitik schwindet weiter“, fasste Fuest zusammen.

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