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Konjunktur : Ifo-Institut halbiert Wachstumsprognose für Deutschland

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Die deutsche Wirtschaft hängt maßgeblich vom Export in andere Länder ab. Besonders viel exportieren der Maschinenbau und die Autoindustrie. Bild: dpa

Die Weltkonjunktur kühlt ab, und die exportabhängige deutsche Wirtschaft trübt sich ein. Das Ifo-Forschungsinstitut senkt seine Konjunkturprognose für dieses Jahr deutlich.

          Nach dem Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) hat nun mit dem Ifo-Institut abermals ein wichtiges Forschungsinstitut seine Prognose für das deutsche Wirtschaftswachstum für dieses Jahr kräftig gesenkt. Während das DIW nun von 1,0 Prozent statt 1,6 Prozent Wachstum für dieses Jahr ausgeht, halbierten die Ifo-Experten ihre Prognose von 1,1 Prozent auf 0,6 Prozent. In der vergangenen Woche hatte bereits die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) ihre Prognose für das deutsche Wachstum von 1,6 Prozent auf 0,7 Prozent reduziert.

          Die Institute stimmen darin überein, dass die Ursache für die schwächelnde deutsche Dynamik die anhaltende Konjunkturschwäche der Weltwirtschaft ist. „Die Weltkonjunktur kühlt ab“, sagt DIW-Konjunkturchef Claus Michelsen. „Das ist die Nachfrage, die uns im Moment fehlt.“

          Ifo-Konjunkturchef Timo Wollmershäuser urteilt: „Die Industrie wird 2019 als Konjunkturmotor weitgehend ausfallen.“ Die Binnennachfrage und die Arbeitsmarktzahlen seien aber nach wie vor hervorragend.

          Nach Einschätzung des DIW wird die deutsche Wirtschaft in der zweiten Jahreshälfte wieder an Schwung gewinnen, da zum Beispiel Deutschlands wichtigster Handelspartner China mit milliardenschweren Konjunkturimpulsen gegenhalte. Für nächstes Jahr bleiben die beiden Forschungsinstitute daher optimistisch. Das DIW rechnet weiterhin mit 1,8 Prozent Wirtschaftswachstum, das Ifo-Institut erhöht seine Prognose sogar von 1,6 Prozent auf 1,8 Prozent.

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