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Ifo-Institut : Die deutschen Exporteure sind im Stimmungstief

  • Aktualisiert am

Geht’s den Exporteuren schlecht, trifft das auch die Häfen. Bild: ASSOCIATED PRESS

So schlecht wie seit fast drei Jahren nicht ist die Stimmung unter den Exporteuren. Seit vier Monaten sinkt der Wert. Drei Branchen trotzden den Widrigkeiten aber.

          Die Stimmung unter den deutschen Exporteuren ist angesichts der internationalen Handelskonflikte und des Brexit-Hickhacks so schlecht wie seit fast drei Jahren nicht mehr. Das Barometer für die Exporterwartungen der Industrie fiel im Januar um 2,8 auf 5,9 Punkte und damit den vierten Monat in Folge, wie das Münchner Ifo-Institut am Montag unter Berufung auf seine Umfrage unter 2300 Betrieben mitteilte. „Die deutsche Industrie startet mit Sorgenfalten in das neue Jahr“, erklärte Ifo-Präsident Clemens Fuest.

          Die Unternehmen der Autobranche schätzten ihre Aussichten merklich schlechter ein. Im Dezember hatte das Institut noch einen Lichtblick gesehen. Auch die chemische Industrie senkt ihre Erwartungen.

          „Kaum noch Zuwächse bei den Exporten erwarten zwei andere wichtige Schlüsselindustrien: die Elektrobranche und der Maschinenbau“, ergänzte Fuest. Mit einem Anstieg rechnen hingegen die Nahrungsmittelindustrie sowie die Papierhersteller. Von steigenden Auslandsumsätzen geht auch die Pharmabranche aus.

          Ökonomen erklären die schlechte Stimmung mit den gestiegenen Risiken für die exportabhängige deutsche Wirtschaft. Die Bedingungen für den in zwei Monaten geplanten EU-Austritt Großbritanniens sind noch immer unklar, in Frankreich laufen die „Gelbwesten“ Sturm, China macht die Konjunkturabkühlung zu schaffen, und in den Vereinigten Staaten herrschte wochenlang Stillstand in der Verwaltung.

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