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Energieagentur-Chef Birol : „Deutschland muss aktiver werden“

Der türkische Ökonom Fatih Birol, 63, ist seit dem Jahr 2015 Chef der IEA in Paris. Bild: Bloomberg

Wie Fatih Birol, Chef der Internationalen Energieagentur, die Weltklimakonferenz zu einem Erfolg machen will. Und woran sie scheitern könnte.

          6 Min.

          Herr Birol, am Sonntag beginnt in Glasgow der Weltklimagipfel der Vereinten Nationen. Wird es der bislang wichtigste?

          Marcus Theurer
          Redakteur in der Wirtschaft der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.

          Der Gipfel hat jedenfalls das Potential, der bedeutendste Meilenstein im Kampf gegen den Klimawandel zu werden. Wenn ich mir den Stand der politischen Debatte anschaue, dann gibt es gute Chancen, dass das Treffen für den Klimaschutz noch wichtiger sein wird als die historische Klimakonferenz von Paris 2015.

          Der amerikanische Klimabeauftragte John Kerry hat Glasgow als eine letzte Chance bezeichnet. Zu Recht?

          Das ist definitiv ein entscheidendes Treffen. Denn rund um den Globus ist das politische Momentum für den Klimaschutz so groß wie nie zuvor. Heute haben sich Staaten, die zusammen 70 Prozent der Weltwirtschaft ausmachen, dazu bekannt, die CO2-Emissionen bis 2050 oder 2060 netto auf null zu bringen. Wenn wir diesen Schwung in Glasgow nicht nutzen, dann werden wir alle zusammen eine extrem wichtige Chance verpassen.

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